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Mobile Payment wird sich durchsetzen

10.07.2014 | 06:56 Uhr |

Laut einer aktuellen PwC-Analyse steht das Bezahlen mit Smartphone oder Tablet vor dem Durchbruch. Allerdings werden sich nur wenige Anbieter etablieren.

Die Wirtschaftspr├╝fungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostiziert in der Analyse "Mobile Payment in Deutschland 2020 - Marktpotenzial und Erfolgsfaktoren", dass die Erl├Âse aus Mobile-Payment-Transaktionen in den n├Ąchsten sechs Jahren auf insgesamt ├╝ber eine Milliarde Euro steigen werden - von derzeit lediglich 7,4 Millionen Euro.

Als Wachstumstreiber sieht PwC dabei das bislang vernachl├Ąssigte Gesch├Ąftskundensegment (B2B), das 2020 voraussichtlich die H├Ąlfte der Geb├╝hrenerl├Âse im Mobile Payment leisten k├Ânnte. So w├╝rden sich insbesondere Industrie- und Automobilersatzteile, Elektronikkomponenten und Baustoffe f├╝r den Einkauf ├╝ber mobile Bezahlwege eignen. "Gerade das Gesch├Ąftskundensegment bietet daher f├╝r Anbieter gro├če Chancen - auch, um dem enormen Wettbewerbsdruck im B2C-Segment auszuweichen", so Dr. Nikolas Beutin, PwC-Partner und Experte f├╝r Mobile Payment.

Mastercard Mobile Payment kontaktloses Bezahlen
Vergr├Â├čern Mastercard Mobile Payment kontaktloses Bezahlen
© Mastercard

Aktuell gibt es jedoch kein nennenswertes Transaktionsvolumen in den analysierten Branchen. Dies d├╝rfte sich nach Einsch├Ątzung von PwC allerdings ├Ąndern, wenn es mehr Payment-Apps mit Anbindung an die CRM-, Bestell-, Buchhaltungs- und Lagerhaltungssysteme der Unternehmen gibt.

Konsolidierung erwartet

Von den aktuell rund 80 Unternehmen, die im Mobile-Payment-Markt aktiv sind, werden sich bis 2020 voraussichtlich nur drei bis f├╝nf Anbieter im Markt etablieren k├Ânnen. Die Verfasser der Studie begr├╝nden diese Entwicklung einerseits mit den wettbewerbsbedingt sinkenden Margen bei hohen Investitionskosten. Andererseits seien Verbraucher und Gesch├Ąftskunden stark an einer weitgehenden Standardisierung interessiert.

"Im Idealfall zahlen Nutzer mit einer einzigen App bei allen Unternehmen", so Beutlin. Dazu m├╝sse die Anwendung aber mehr bieten als eine reine Bezahlfunktion - er sieht in der Einbindung von Coupons, Bonuspunkte-Systemen und anderen Mehrwertfunktionen ein wesentliches Merkmal auf dem Weg zu einer so genannten "Mobile Wallet", der digitalen Brieftasche. Vor allem aber, so betont der PwC-Mann, m├╝ssten die Apps absolute Sicherheit garantieren und ein hohes Ma├č an Vertrauen bei den Verbrauchern genie├čen.

11 Millionen Nutzer im Jahr 2020

Wenn es gelingt, die bislang bestehenden Sicherheitsbedenken der potenziellen Nutzer auszur├Ąumen, d├╝rfte die Kundenbasis f├╝r Mobile Payment bis 2020 von aktuell rund 176.000 auf elf Millionen im Jahr 2020 zunehmen, sch├Ątzt PwC. Nicht in dieser Prognose enthalten sind die Anwender im Gesch├Ąftskundenbereich. Die Erl├Âse je Endverbraucher werden jedoch nur leicht von 42 Euro auf 46 Euro pro Jahr zulegen.

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