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Mobilfunk-Branche rüstet sich für Daten-Boom

16.02.2010 | 11:22 Uhr |

Microsoft kündigte in Barcelona ein neues Smartphone- Betriebssystem an, mit dem der Windows-Riese zur neuen Konkurrenz aufholen will. In Geräten mit der neuen Software Windows Phone 7 wird unter anderem der Mediaplayer Zune integriert, mit dem der Softwarekonzern in den USA gegen Apples populäre iPods angetreten war. Die Smartphones sollen zudem auch als mobile Spielekonsole dienen. Erste Geräte mit Windows Phone 7 werden in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen, kündigte Microsoft-Chef Steve Ballmer an. Der Marktanteil der Mobil-Version von Windows war bei Smartphones zuletzt laut Marktforschern unter zehn Prozent gefallen.

Die Netzausrüster bereiten sich unterdessen auf die Explosion der Datenmengen im Mobilfunk vor. Smartphones und mobile Computer benötigen viel höhere Netz-Kapazitäten als zuvor. Ein Youtube-Video entspricht zum Beispiel 500.000 SMS. Bis 2015 werde sich die Zahl der Nutzer von mobilen PCs versechsfachen und der von ihnen produzierte Datenverkehr werde im Vergleich zu 2009 um das 50-fache anwachsen, erwartet der weltgrößte Netzwerk-Ausrüster Ericsson. Gleichzeitig dürften in fünf Jahren vier Mal so viele Smartphones wie jetzt im Einsatz sein, die 25 Mal mehr Daten verschicken.

"Wir glauben, dass wir in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden neue mobile Breitbandnutzer sehen werden", sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg. Die Mobilfunkwelt steht deshalb an der Schwelle zu Netzen der nächsten Generation. Ericsson zeigt in Barcelona eine Testversion des UMTS-Nachfolgers Long Term Evolution (LTE) mit einer Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde. Das übersteigt bei weitem, was herkömmliche Festnetzanschlüsse, der heutige UMTS-Datenfunk und auch die ersten LTE-Verbindungen leisten. Das System könne von 2014 an vermarktet werden. (dpa)

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