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Mozilla-Aufruf: Apple soll Ad-Tracking stärker beschränken

16.04.2019 | 13:30 Uhr | Stephan Wiesend

Um das Tracking von Werbekunden zu erschweren, schlägt Mozilla Apple die regelmäßige Änderung der sogenannten Ad-ID vor.

Mit seiner aktuellen "Unterschriftenaktion" macht der Firefox-Entwickler Mozilla auf eine wenig bekannte Hintergrundfunktion von iOS aufmerksam: Jedes iPhone und jeder iPad kann nämlich durch eine so genannte Ad-ID von Werbekunden identifiziert werden – es handelt sich um eine einzigartige standardisierte Identifikationsnummer. Ein iPhone-Nutzer kann so bestimmten Regionen, Geschlecht oder Standort zugeordnet werden, was maßgeschneiderte Werbung ermöglicht. Die Funktion ist in den Einstellungen unter Datenschutz aufgelistet, per Antippen kann man diese Werbe-Kennung aber auch komplett deaktivieren oder zurücksetzen.

Den Firefox-Entwicklern geht dies aber nicht weit genug:  Laut dem Aufruf sollte Apple diese Ad-ID jeden Monat ändern, um eine Identifizierung unmöglich zu machen. Nicht zu Unrecht weist Mozilla daraufhin, das wohl vielen Anwendern die Existenz dieser Ad-ID völlig unbekannt ist.

Unsere Meinung:

Nach unserer Meinung ist der Aufruf von Mozilla sinnvoll, er könnte aber schnell falsch verstanden werden: Niemand wird gerne ausgeforscht, Apple Ad-ID wird aber laut Apple stark reglementiert und persönliche Daten anonymisiert. Laut Apples Datenschutzbestimmungen steht die AdI-D etwa nur Apples Werbeplattform zur Verfügung und  kommt im Apple Store, Apple News und Aktien zur Verwendung. Um die Privatsphäre zu schützen, werden die Nutzer beispielsweise in Segmente von 5000 Personen zugeordnet. Apple weist außerdem daraufhin, dass man nach einer Deaktivierung genauso viel Werbung wie bisher erhält, aber weniger relevante.

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