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Müller-Maguhn ist gegen ICANN-Umbau

07.03.2002 | 12:52 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - ICANN-Vorstand Andy Müller-Maguhn hat sich gegen eine Abschaffung der Interessenvertretung der weltweiten Internet-Nutzer in der für die weltweite Vergabe von Internet-Adressen zuständigen Organisation ausgesprochen. Stuart Lynn, US-Geschäftsführer der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers hatte kürzlich vorgeschlagen, die fünf frei gewählten Vertreter der weltweiten Netzgemeinde - Müller-Maguhn ist einer davon - durch von Regierungsvertreter zu ersetzen.

In der Wochenzeitung "Die Zeit" bezeichnete Müller-Maguhn, auch als Sprecher des Hamburger Chaos Computer Club (CCC) bekannt, diese Ansinnen als offensichtliche "Versuche, mithilfe von ICANN das Internet einerseits in ein Shopping-Mall, andererseits in einen Polizeistaat zu verwandeln". Der Plan sei nicht mit dem Vorstand abgesprochen und trage insofern "Züge eines Staatsstreichs". Die ICANN tagt in der kommenden Woche in Ghana. (tc)

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