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Müller vs. Meiners: Gibt’s was Neues?

30.09.2005 | 11:53 Uhr |

Müller: Aua, Meiners, Sie erinnern mich daran, dass wir ein neues Nudelholz brauchen – das alte zerbrach an meinem Schädel, als ich nach der Wiesn und der Kneipentour im Westend deutlich angetrunken mit verdächtig blonden Haaren auf meinem Trachtenjanker und einem seltsamen roten Fleck auf meinem blütenweißen Hemdkragen nach Hause gekommen war. Ich brauche auch ein neues eBay-Passwort – müssen Sie denn alles verraten, das sollte doch geheim bleiben! Geheim bleiben sollte diese Woche auch das Prozessor-Upgrade für den Mac Mini. Der Apple Store verschweigt die neue Ausstattung, auf der Packung steht auch nichts drauf, ich vermute sogar, dass der Systemprofiler angehalten ist, nichts über die 1,5 GHz, die 5400rpm-Platten, Bluetooth 2.0+ EDR und den Doublelayer-DVD-Brenner zu verraten. Apple ist entweder das perfekte „Silent Upgrade“ gelungen oder die in dieser Woche aufgetretenen Spekulationen entbehren jedweder Grundlage. Also, Meiners, was gibt es denn nun Neues, oder wollen Sie auch über künftige Geheimnisse nichts sagen?

Meiners: Künftig verkaufen lustige Musikanten wie die Rolling Stones ihre Musik auf Datenträgern. Das ist zwar auch nichts Neues, denn seit Erfindung der Schellackplatte ist das business as usual, neu ist auch nicht, dass die Musikindustrie einen Kopierschutz integriert. Das war schon bei der Audio-CD so erfolgreich, dass sich zahlreiche Geräte geweigert haben, die Musik wiederzugeben. Also eigentlich kein Kopierschutz, sondern ein Gehörschutz. Weil das System so erfolgreich war, setzt San Disk jetzt noch einen drauf – und produziert Speicherkarten mit DRM-Technologie . Schließlich hatten wir in Vergangenheit mit dem Digitalen Rechte Management auf Endgeräten nur Ärger: Geht der Computer kaputt und steht in der Werkstatt, kann zwar der Werkstattchef schön Musik hören, jedoch nicht der Lizenznehmer, aber auch nur so lange, bis die neue Hauptplatine in den kaputten Computer eingebaut ist. Das hat jetzt ein Ende: Soll mein iMac G5 doch noch bis Weihnachten in der Werkstatt stehen – wenn ich meine Lieblingsmusik auf einem Speicherchip habe, kann ich sie ja an jedem kompatiblen Endgerät hören, das auch diese DRM-Variante unterstützt. Wenn ich denn nicht den Speicherchip verwechsle mit dem Chip für die Prostitution von Einkaufswagen. Also muss sich der geneigte Musikfreund doch wieder Gedanken um Sicherheitskopien machen. Soviel zum Thema DRM und künftige Geheimnisse. Als Journalist könnte man brechen vor lauter Neuigkeiten...

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