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Munster: Apple wird zur Bedrohung Teslas

11.02.2021 | 08:55 Uhr | Peter Müller

Baut Apple nun ein Auto und wenn ja, mit wem? Die Lage ist weiter recht unklar, Gene Munster zieht bereits Schlüsse.

Der Analyst Gene Munster wundert sich, dass die Tesla-Aktie von den seit Wochen an Heftigkeit zunehmenden Gerüchten um ein Apple Car nicht mehr unter Druck geraten ist. Die Absichten Apples seien nun klar, das wäre vor einem halben Jahr noch nicht der Fall gewesen, sagt Munster im Interview mit Cnet .

Apple würde als Autobauer aber vor allem die Geschäfte Teslas stören. "Ich denke, Apple ist Teslas größter Konkurrent", meint der Gründer von Loup Ventures und rätselt auch, warum die Aussichten auf ein autonomes Fahrzeug den Apple-Aktienkurs nicht noch mehr in die Höhe getrieben haben. Doch stünden beide Unternehmen an der Spitze einer Revolution des Verkehrswesens, die sich vor allem gegen die etablierte Industrie richte. Apple und Tesla könnten also koexistieren, vor allem Tesla müsse herausfinden, wie das am besten gelänge.

Munster hat auch eine Antwort auf die Frage, was denn Apple dazu brächte ein Auto zu bauen und damit ein hochkomplexes Produkt für einen Markt, auf dem weit geringere als die in Cupertino gewohnten Margen zu holen sind: die schiere Größe des Marktes. "Er ist um Größenordnungen größer als alles, was Apple bisher angegangen ist." Tech-Unternehmen würden nachts vor allem von Wachstum träumen.

Eine Kooperation oder gar Fusion Apples mit Tesla hält Munster für unwahrscheinlich, die beiden würden sich kaum darauf einigen können, welche Marke da an der Kühlerhaube  prangen würde.

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