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NAB: Apple stellt Final Cut Studio 5 und HD-DVD-Lösung vor

26.12.2005 | 00:09 Uhr |

NAB: Apple stellt Final Cut Studio 5 und HD-DVD-Lösung vor

Las Vegas, 17. April : Auf der Eröffnungsveranstaltung zur Fachmesse NAB (National Association of Broadcasters) stellt Apple sein Programmpaket Final Cut Studio 5 vor. Die Softwaresammlung enthält neue Versionen von Final Cut, Motion und DVD Studio Pro und das neue Programm für Tonschnitt und Toneffekte Soundtrack Pro. Final Cut Studio 5 kostet 1.250 Euro kosten, nach wie vor verkauft Apple die Programm Final Cut Pro 5, Motion 2 und DVD Studio Pro auch einzeln.

Final Cut Pro 5 hat Apple ganz unter das Motto HD gestellt. Die Software beherrscht alle gängigen High-Definition-Formate wie HDV, DVCPRO und unkomprimiertes HD. Die wichtigste Neuerung ist jedoch die Multicam-Unterstützung, Final Cut greift auf bis zu 128 Quellen zurück und erlaubt simultanes Echtzeit-Playback mit bis zu 16 Blickwinkeln. Bis zu 24 Audio-Kanäle in 24-Bit bei 96 KHz sind gleichzeitig zu verwenden.

Für den guten Ton in professionellen Videoprojekten sorgt das nur im Paket erhältliche Soundtrack Pro, das Elemente von Soundtrack und der Musiksoftware Logic Pro in sich vereint. Der Mehrkanalmixer kommt mit 50 Effekt-Plug-ins aus Logic Pro und rund 1.000 Soundeffekten. Motion 2 bringt neben 130 beschleunigten Filtern wie 3D-Rotation und 50 Partikeleffekte ein neues Werkzeug namens Replicator. Dem Namen gehorchend, erlaubt das Tool, Effekte auf mehrere Filme gleichzeitig anzuwenden.

DVD Studio Pro 4 schließlich ist laut Apple die erste Consumer-Software, die HD-DVDs erstellt. In Las Vegas zeigt Apple zudem Version 4 des Effektprogramms Shake, das 2.900 kostet. Neu in Shake sind etwa die Möglichkeiten, mit Open GL 3D-Effekte für Film und Fernsehen zu erzeugen.

Adobe kauft Macromedia

San Jose, 17. April: Adobe Systems kündigt an, den Konkurrenten Macromedia übernehmen. Die Anteilseigner von Macromedia erhalten für ihre Papiere Adobe-Aktien im Gesamtwert von 3,4 Milliarden Dollar. Nach der Transaktion, die im Spätherbst abgeschlossen ist, besitzen die Macromedia-Aktionäre rund 18 Prozent der fusionierten Gesellschaft.

Adobe-Chef Bruce Chizen (49) bleibt CEO des um Macromedia vergrößerten Unternehmens Adobe. Chizen beschreibt die Kulturen beider Firmen, deren Produkte vor allem Designer und andere Kreative adressieren, als so ähnlich, dass "wir wahrscheinlich Zwillinge sind, die bei der Geburt getrennt wurden".

Zu ähnlich, wie die Kartellwächter im Fall Illustrator/Freehand befinden, Adobe muss sich von einem der Programme trennen. Wenig überraschend fällt die Wahl auf Freehand, das Adobe in die im Herbst neu geschnürten Creative-Suite- und Studio-Pakete „Design Bundle“, „Web Bundle“ und „Video Bundle“ nicht mehr integriert . Einen Käufer für Freehand hat Adobe bis Jahresende nicht gefunden.

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