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NAS von WD: Warum Time Machine Ärger macht

27.01.2022 | 16:40 Uhr | Stephan Wiesend

Nach Update eines NAS von Western Digital auf die neueste Firmwareversion fehlt danach eine wichtige Speicherfunktion.

Die NAS von WD sind bei vielen Mac-Anwendern beliebt, weil sie günstigen Netzwerkspeicher bieten und Time Machine unterstützen. Mit dem letzten Firmwareupdate hat WD aber nun offenbar einige Optionen gestrichen.

Ärger nach Firmwareupdate

Der Hintergrund: Die Firmware der NAS-Geräte wird regelmäßig aktualisiert, aus Sicherheitsgründen sollte man dies eigentlich auch tun. So berichteten wir bereits von Hackerangriffen auf alte Systemversionen, die unsicher waren . Viele Nutzer haben deshalb vermutlich die automatische Installation von Updates aktiviert. Bei einigen älteren Modellen wie der WD Ultra EX2 beschweren sich Nutzer aber nach dem Upgrade der Firmware über fehlende Funktionen.

Das wurde offenbar unzureichend kommuniziert. Nach Aufspielen der Firmwareversion 5.19.117 stellten viele Anwender plötzlich fest, dass Time Machine nicht mehr funktionierte. WD hat durch das Update nämlich die Unterstützung des Apple-Netzprotokolls AFP gestrichen, Backups sind weiter möglich, aber nur noch über das Windows-Protokoll SMB. Man muss deshalb nach dem Update sein Time-Machine-Backup neu konfigurieren.

Eine Erklärung wurde zwar im Supportbereich als separater Artikel bereitgestellt und auch in der Dokumentation zum Update erwähnt . Viele Nutzer wurden aber durch das automatisch durchgeführte Update offensichtlich unangenehm überrascht. Viele schätzten außerdem bei den WD-Geräten gerade die AFP-Unterstützung, da das Windows-Protokoll SMB unter macOS immer wieder Probleme verursachte.

Nach dem Update sahen viele Nutzer eine Fehlermeldung
Vergrößern Nach dem Update sahen viele Nutzer eine Fehlermeldung

Keine Quotenregelung mehr

Wie uns ein Leser mitteilte, gab es durch das Update noch eine weitere versteckte Änderung, die nicht dokumentiert wurde. Bisher war es möglich, den Time-Machine-Backups eins bestimmtes Datenvolumen zuzuteilen. Bei einem NAS mit 8 GB Kapazität, konnte man dieses Datenvolumen beispielsweise auf 5 GB beschränken und die übrigen 3 GB für anderen Daten verwenden. Diese nützliche Option wird leider noch in der Oberfläche der WD-Software MyCloud angeboten, funktioniert aber nicht mehr, wie Nutzer im Supportforum feststellten. Das komplette Speichervolumen muss nun für Time Machine verfügbar sein, was die Nutzbarkeit für andere Zwecke verhindert.

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