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Nach Beleidigung: iPhone-Nutzer verklagt Apple auf eine Billion US-Dollar

09.06.2020 | 13:30 Uhr |

Apple sah sich in der Vergangenheit schon mit so manch irrwitzigem Rechtsstreit konfrontiert. Doch eine aktuelle Klage stellt alles Bisherige in den Schatten: Aufgrund eines Vorfalls in einem Apple Store verlangt ein Kläger aus Missouri nun eine Entschädigung in Höhe von 1.000.000.000.000 US-Dollar.

Sollte Raevon Terrell Parker, ein iPhone-Nutzer aus Missouri, mit seiner aktuellen Klage gegen Apple Erfolg haben, würde er über Nacht zum reichsten Menschen der Welt werden. Damit wäre Parker mal eben 866 Milliarden US-Dollar (866.000.000.000 US-Dollar) reicher als Amazon-Chef Jeff Bezos, der zur Zeit mit einem geschätzten Vermögen von rund 113 Milliarden US-Dollar die Liste der reichsten Menschen der Welt anführt.

Demütigung, Verleumdung und Rufschädigung: "Verrückter" Apple-Kunde will Entschädigung

Eigentlich wollte Raevon Parker nur sein iPhone im Apple Store reparieren lassen. Doch dann kam es zu einer Auseinandersetzung mit einem Apple Store-Mitarbeiter, in dem der Kunde angeblich als "verrückt" bezeichnet wurde und nun verklagt Parker den iPhone-Hersteller auf eine Billion US-Dollar. Die Klage wurde am ersten Juni und auf Grundlage des Fünften Verfassungszusatzes in Bezug auf ziviles Eigentum eingereicht.

Unter Abschnitt III "Klageschrift" des dem US-Bezirksgericht in Ost-Missouri vorgelegten Formulars gibt Parker Folgendes an:

 "Am 29. Oktober 2018 begab sich Raevon Parker wegen einer Fehlfunktion seines Mobilfunkgerätes in den Apple Store in Saint Louis. Der Angestellte im Apple Store reparierte das Gerät, behielt es aber, indem er den Kläger in dem Wissen täuschte, dass es das erste Telefon mit neuen Funktionen war."

Raevon Terrel Parkers Klage
Vergrößern Raevon Terrel Parkers Klage
© United States District Court

Was genau Parker mit dieser Aussage meint, geht aus dem Schriftstück leider nicht hervor. Wir vermuten, dass im Zuge der Reparatur eine iOS-Version auf das iPhone gespielt wurde, die noch nicht für die Öffentlichkeit gedacht war. Auch in dem nächsten Abschnitt IV "Abhilfe" hinterlässt Parker eine für Verwirrung sorgende Aussage. Anscheinend kann kein Geld der Welt das Erlebte wieder gutmachen:

"The damages that the Plaintiff is seeking is a trillion dollars."

Der Kläger verlangt eine Billion US-Dollar.
Vergrößern Der Kläger verlangt eine Billion US-Dollar.
© United States District Court

"Der Schadenersatz, den der Kläger anstrebt, beläuft sich auf eine Billion Dollar. Aufgrund von Krankenhausaufenthalten, Reisen, Notlage, Demütigung, Peinlichkeit, Verleumdung und Rufschädigung glaube ich nicht, dass der Kläger dafür entschädigt werden kann, dass er als verrückt bezeichnet wird."

Parker hat bereits in der Vergangenheit versucht, Apple zu verklagen. Die Klagen wurden bisher abgewiesen. Auch wenn es vom beschuldigten Apple Store Mitarbeiter nicht nett war, Parker angeblich als "verrückt" zu bezeichnen, bezweifeln wir, dass ein Richter aufgrund dieses Vorfalls einer Entschädigungssumme in Höhe von 1.000.000.000.000 US-Dollar zustimmen wird.

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