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Nach Urteil im Epic-Streit: Kein Aufschub für Apple

12.11.2021 | 14:30 Uhr |

Im Verfahren zwischen Apple und Epic Games hat das Gericht dem Spieleentwickler in vielen Punkten Recht gegeben und Apple zu Änderungen verpflichtet. Diese sollen sofort umgesetzt werden - trotz anstehender Berufungsverfahren.

Während der Rechtsstreit zwischen Epic und Apple dank der Berufungen sicher noch jahrelang andauern wird, muss Apple möglicherweise schon lange vor der Beilegung des Falls eine wichtige Änderung vornehmen. Nachdem die Richterin den Antrag des Unternehmens auf eine Aussetzung des Verfahrens bezüglich der so genannten "Anti-Steering-Politik" abgelehnt hat, muss Apple sich möglicherweise beeilen, um bis zum 9. Dezember "Live-Links" zu externen Zahlungsseiten einzurichten.

In der Anordnung sagte Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass Apples Antrag, die Entscheidung bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens aufzuschieben, "auf einer selektiven Lesart der Feststellungen des Gerichts beruht und alle Feststellungen ignoriert, die die Verfügung stützen". Sie ordnete an, dass Apple die einstweilige Verfügung in ihrer jetzigen Form befolgen muss.

Apple argumentiert , dass die Aussetzung dem Unternehmen Zeit verschaffe, "um die Verbraucher zu schützen und seine Plattform zu sichern, während das Unternehmen die komplexen und sich schnell entwickelnden rechtlichen, technologischen und wirtschaftlichen Fragen durcharbeitet". Darüber hinaus sagte der Apple-Anwalt Mark Perry, dass die "äußerst komplizierte" Regeländerung Verbrauchern und Entwicklern "schaden" werde und es "Monate dauern werde, die technischen, wirtschaftlichen, geschäftlichen und anderen Fragen zu klären".

In ihrer Entscheidung sagte Richterin Gonzalez Rogers, dass Apple "keinen glaubwürdigen Grund für das Gericht geliefert hat, um zu glauben, dass die Unterlassungsverfügung den erklärten Schaden anrichten würde".

Im August führte Apple mehrere Änderungen an seinen App-Store-Bedingungen ein, darunter die Möglichkeit für Entwickler, ihren Kunden fremde Zahlungsarten anzubieten. Es hat jedoch keine bedeutenden Änderungen an der Art und Weise vorgenommen, wie Käufe in der App getätigt werden.

Apple plant, gegen das Urteil Berufung einzulegen , und ist der Meinung, dass keine zusätzlichen Änderungen in Kraft treten sollten, bis alle Berufungen in diesem Fall entschieden sind. Wenn die Berufung abgelehnt wird, sollen die Änderungen bis zum 9. Dezember umgesetzt werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unserer Schwesterpublikation Macworld.com.

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