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Nachbau legendären Apple-Renners für 500.000 USD

27.04.2020 | 09:59 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Für 499.000 US-Dollar bekommt man entweder zehn Mac Pro in Top-Ausstattung oder einen Porsche mit Apple-Aufdruck.

Wer nicht mehr lange auf das Apple Car warten möchte und eine halbe Million US-Dollar übrig hat, bekommt nun die Gelegenheit den Nachbau des Porsche 935 aus dem Jahr 1979 zu erwerben , der es unter anderem zum Langstreckenrennen von Le Mans geschafft hat, wenn auch nicht ins Ziel: Nach 13 der angesetzten 24 Stunden war für das Apple-Auto das Rennen zu Ende. Die Atlantis Motor Group verkauft den Nachbau über DuPont Registry .

Der Rennwagen mit dem Sposorenaufdruck "apple computer" und den sechs Streifen in Regenbogenfarben, die bis 1998 Markenzeichen des Unternehmens war, wurde in seiner kurzen Karriere bei Dick Barbour Racing von Bob Garretson, Bobby Raha und Allan Moffat gesteuert, mehr als zwei zweite Plätze in Riverside und Sears Point waren nicht drin, dazu gab es zahlreiche Ausfälle, nicht nur in Le Mans.

Die etwas verrückte Idee eines Apple Cars entstand ausnahmsweise nicht in Infinite Loop 1, dem damaligen Hauptquartier von Apple, sondern in einem Autoladen in Mountain View. Steve Jobs war für seine Vorliebe für das deutsche Design bekannt, die Geschichten von Dieter Rahms sind zur Genüge auch bei der Macwelt erzählt worden. Mehr noch, der damalige Apple CEO hatte als eine Inspiration ein BWM-Motorrad auf dem Parkplatz von Apple aufgestellt, er selbst hat zu der Zeit einen Porsche 356 gefahren. Um eben diesen Wagen zu warten, hatten die beiden Steves, Jobs und Wozniak, einen Auto-Laden in Mountain View aufgesucht, so der Zufall will, geführt von Bob Garretson. Dieser hat den beiden das Sponsoring eines Rennwagens erst schmackhaft gemacht. Obwohl Apples Porsche 935 in seiner einzigen Saison nicht besonders erfolgreich war, war das Auto der Publikumsliebling. Kein Wunder, eine gewisse Hochnäsigkeit hat man von dem Hauptsponsoren geerbt: Auf der Rückseite des Autos klebte eine Inschrift: "Du darfst das Apple Auto nicht enttäuschen". Obwohl der Porsche in den Regenbogenfarben eine recht kurze Karriere gehabt hat, hat er wohl sein Zweck erfühlt – Apples Börsengang noch im selben Jahr war der erfolgreichste seit  dem der Ford Motor Company.

Das Original, derzeit im Besitz des Sammlers Adam Carolla, ist um die zehn Millionen US-Dollar wert, der Nachbau also geradezu ein Schnäppchen, den man auch in bequemen Monatsraten von 4.415 US-Dollar bezahlen kann. Davon bekommt man ja nicht einmal einen iMac Pro.

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