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Nächster Mac Pro wohl noch mit Intel-Chip

22.12.2021 | 14:25 Uhr |

Apple treibt die Umstellung auf Apple Silicon mit Riesenschritten voran, doch der nächste Mac Pro wird wohl noch mit einem Intel-Chip auskommen müssen. Aber ein M1-Mac-Pro ist nicht mehr fern.

Apple hat große Teile seines Mac-Portfolios auf den M1-SoC umgestellt, derzeit gibt es nur noch drei Mac-Modelle im Apple Shop, die mit einem Intel-Chip ausgestattet sind: Der 27-Zoll-iMac, der Mac Pro und der Mac Mini. Während der iMac sicher in naher Zukunft ebenfalls auf den M1-Chip setzen wird, ist die nahe Zukunft des Macs Pro noch ungewiss. Der High-End-PC richtet sich ausschließlich an professionelle Anwender und bringt daher eine ganze Reihe an Anforderungen an die verbaute Hardware mit sich.

Laut Macrumors wird Apple noch eine weitere Aktualisierung des Mac Pro mit Intel-Hardware vornehmen, bevor das Unternehmen auch dieses Gerät auf einen M-Chip der Apple-Silicon-Architektur umstellen wird. Damit wird auch ein Design-Update einhergehen, während der nächste Intel-Mac-Pro weiterhin auf den aktuellen Look setzen wird.

So könnte der nächste Mac Pro laut dem Leaker Jon Prosser aussehen.
Vergrößern So könnte der nächste Mac Pro laut dem Leaker Jon Prosser aussehen.
© Jon Prosser

Die Herausforderung dabei, den Mac Pro auf Silicon umzustellen, liegt nicht allein an der Leistungsfähigkeit des Chips. Apple hat mit dem M1 Pro und M1 Max bereits bewiesen, dass die Architektur zu erstaunlichem fähig ist. In Kombination mit der Tatsache, dass bei einer stationären Workstation die Energieeffizienz nicht so sehr im Vordergrund stehen muss, wie bei einem mobilen Macbook Pro, könnte Apple sicherlich einen Chip mit herausragenden Leistungswerten entwickeln. Die Problematik liegt viel mehr in der Architektur.

Intels CPUs setzen auf die x86-Architektur, die zwar schon etwas in die Jahre gekommen ist, aber in der Industrie als Standard gilt. Deshalb ist die meiste Software für diese Architektur entwickelt. Apple Silicon setzt dagegen auf ARM, welches zwar viele Vorteile gegenüber x86 bietet, aber noch nicht so breitflächig in der Software-Landschaft vertreten ist. Deshalb funktionieren viele Programme nicht nativ unter ARM. Um dieses Problem zu lösen, bietet Apple mit Rosetta 2 ein Framework, mit dem x86-Programme für ARM kompiliert werden können. So laufen diese Programme auch unter ARM-Macs, die Emulation kostet allerdings Leistung, weshalb diese Programme nicht die volle Performance der M1-Chips ausnutzen können. Für professionelle Anwender ist es aber von elementarer Bedeutung, so viel Leistung wie möglich zur Verfügung zu haben.

Denkbar ist, dass Apple neben einem verbesserten Intel-Mac-Pro eine Silicon-Variante anbieten wird. Die Anwender können dann selbst anhand ihrer Anforderungen und genutzten Tools entscheiden, welches Modell sich für sie besser eignet. Und da immer mehr Software-Entwickler ihre Programme auch für ARM optimieren, wird der Zeitpunkt kommen, an dem für Apple Silicon keine softwareseitigen Nachteile gegenüber x86-Hardware mehr bestehen.

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