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Napster einigt sich mit Metallica

13.07.2001 | 00:00 Uhr |

Die US-Band Metallica und Rapper Dr. Dre haben am Donnerstag ihre Klage gegen die umstrittene Musiktauschbörse Napster wegen Verletzung des Urheberrechts beigelegt. Sie erklärten sich bereit, einen Teil ihrer Musikstücke Napster zur Verfügung zu stellen, wenn das Unternehmen künftig mit einem kostenpflichtigen Tauschangebot wieder ans Netz geht. Finanzielle Einzelheiten des Abkommens wurden nicht bekannt. Metallica-Gründer Lars Ulrich bestätigte, dass eine Einigung erfolgt sei, von der Musiker und Fans gleichermaßen profitierten.
Die Beilegung des einjährigen Gerichtsstreits mit den Musikern erfolgte einen Tag, nachdem eine US-Bundesrichterin die weitere Schließung der Tauschbörse angeordnet hatte. Napster dürfe erst wieder den Betrieb aufnehmen, wenn sicher gestellt sei, dass copyright-geschützte Musikstücke zu 100 Prozent herausgefiltert werden, entschied Richterin Marilyn Patel am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco.
Die Tauschbörse wolle gegen die Auflage Berufung einlegen, teilte Napster in einer Stellungnahme mit. Durch neue Technologie sei bereits sicher gestellt, dass urheberrechtlich geschützte Songs zu 99 Prozent aus dem Angebot gefiltert werden. Napster hatte vor rund zehn Tagen das Musikangebot selbst vom Netz genommen, um nach eigenen Angaben eine neue Filter-Software zu installieren. dpa

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