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Nest verringert automatisch die Datenübertragungsqualität

15.04.2020 | 09:16 Uhr | Peter Müller

Der Hersteller von Videoüberwachungskameras reduziert die Qualität der Datenübertragung, um Ressourcen zu schonen.

Um die Infrastruktur des Internets aufrechtzuerhalten und wichtige Dinge zu priorisieren, haben schon vor Wochen Streaming-Anbieter wie Youtube oder Netflix damit angefangen, ihre Inhalte voreingestellt in niedrigerer Auflösung anzubieten. Die Alphabet-Tochter Nest zieht nun nac h und teilt den Nutzern seiner IP-Kameras mit, dass nun auch deren Aufnahmen per Werkseinstellung in niedrigerer Auflösung über das Netz gelangen. In diesen Zeiten sind die Leute öfter zu Hause, was einerseits die Notwendigkeit einer Videoüberwachung reduzieren würde, andererseits aber wegen mehr Bewegung der Bewohner im und um das Haus herum mehr Aufnahmen auslösen könnte. Man wolle aber die Ressourcen des Internets möglichst schonend nutzen, erklärt Nest und Zwecke wie Fernschule oder geschäftliche Videokonferenzen priorisieren. Schon jetzt kommt es zu den Überlastungen in den Netzwerken, sodass die Videotelefonate anscheinend ohne Gründe beendet werden oder die Bildschirminhalte bei der Übertragung einfach einfrieren.

Die Nutzer, die eine gute Videoqualität benötigen, können jedoch die Einstellungen ändern und auf bessere Auflösung umschalten. Google reduziert auch bei anderen seinen Produkten die Qualität der Übertragung, um die Bandbreite zu schonen. Die Diashows bei Nest Hub, Nest Hub Max und Chromecast werden in einer niedrigen Auflösung angezeigt, die Animationen bei den Übergängen werden auch in ihrer Geschwindigkeit reduziert.

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