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Neue Funktionen für die Corel Draw Graphics Suite

08.03.2022 | 15:00 Uhr | Stephan Wiesend

Corel erweitert die Graphics Suite um nicht-destruktive Bildbearbeitung und weitere Neuheiten wie anpassbare Lernhilfen. Nur Abonnenten profitieren von den neuen Funktionen.

Mit der Corel Draw Graphics Suite hat der kanadische Softwarekonzern Corel ein Komplettpaket aus Illustration, Layout und Bildbearbeitung im Angebot, das sich an Grafik- und Kreativ-Profis, Werbetechniker und andere Grafikanwender richtet. Fast schon eine Seltenheit: Die laut Corel besonders bei Werbetechnikern beliebte Suite ist als Corel Graphics Suite 2021 weiterhin als uneingeschränkt nutzbare Kaufversion zu haben. Allerdings müssen diese Käufer auf einige Funktionen verzichten und nur Abo-Kunden profitieren von den heute veröffentlichten neuen Funktionen.

Schon im Oktober 2021 hatte Corel für die Abo-Version neue Funktionen wie ein dynamisches Asset-Management, Google Fonts und Funktionen für verbesserte Zusammenarbeit an Projekten per Cloud ergänzt. Das Updatepakte für März 2023 beinhaltet nun ein zweites Paket an Optimierungen und neuen Funktionen.

Photo Paint: Corels Bildbearbeitung

Photo Paint ist im Paket als Bildbearbeitung enthalten und erhält eine wichtige Neuerung: Bearbeitet man mit der Anwendung ein Foto oder eine andere Bitmap-Datei, sind diese Änderungen nicht destruktiv – man kann die Änderungen also ohne Qualitätsverlust rückgängig machen. Voreinstellungen sind jetzt zudem in Kategorien unterteilbar, man kann auf vorgefertigte Stile zugreifen und einen einmal gewählten Filter speichern und wiederverwenden. Weiter optimiert hat Corel außerdem das Andockfenster für Anpassungen. Es arbeitet nun schneller und erhielt neue Werkzeuge, Tastenkürzel und Befehle. Einige einzelne Bildbearbeitungsfunktionen wurden ebenfalls weiter verbessert.

Auch unter macOS ist die Graphics Suite lauffähig.
Vergrößern Auch unter macOS ist die Graphics Suite lauffähig.
© Corel

Neue Lerninhalte erleichtern den Einstieg

Um neuen Anwendern oder Gelegenheitsnutzen den Einstieg in die Graphics Suite zu erleichtern, gibt es neue Lerninhalte bzw. Hilfsfunktionen, die über das Infofenster „Lernen“ angezeigt werden. Um hier die richtigen Inhalte anzuzeigen, wird vorab der Wissensstand des Nutzers abgefragt  –  etwa ob er eher bei der Programmbedienung oder bei Designtechniken Hilfe benötigt. Videos mit weiteren Erklärungen können erstmals ebenfalls über die Palette aufgerufen werden.

Seiten und Formate

Auf Basis von Nutzervorschlägen wurden ebenso zahlreiche Workflows verbessert. Viele Verbesserungen gab es etwa für die neu eingeführte Mehrseitenansicht. Diese funktioniert jetzt beim Einfügen neuer Seiten intuitiver und die Anzeigen von Vorschauen berücksichtigt etwa Doppelseiten. Bei der Exportfunktion gibt es eine weitere Neuerung: Auf vielfachen Wunsch von Nutzern werden die Dateiformate TIFF, EPS und SVG ebenfalls unterstützt. Über das neue „Ideenportal“ können Nutzer ihre Verbesserungsvorschläge außerdem nun noch einfacher einreichen.

Versionen und Preise

Das aus den Einzelanwendungen CorelDraw, Photo-Paint, Font Monager, Power Trace, Capture, After Shot (RAW-Bildbearbeitung bestehende Paket läuft auf Macs ab macOS 10.15 und Windows-PCs ab Windows 10. Auch auf iPads und mobilen Geräten läuft  eine Web-App, ARM-Macs werden nativ unterstützt. Für 369 Euro pro Jahr ist die Abo-Version zu haben, die Version CorelDraw Graphics Suite kostet ohne Laufzeitbeschränkung 779 Euro (Preise inklusive MwSt.)

Einige Funktionen stehen allerdings nur  Nutzern der Abo-Version oder einer Version mit Wartungsabo zur Verfügung. Dazu gehören erweiterte Bildbearbeitungsfunktionen, Lernerlebnis, Echtzeit-Zusammenarbeit, dynamische Asset-Verwaltung, zusätzliche Schriften, kreativen Vorlagen und die jüngsten Funktionsverbesserungen. Eher an Heimanwender und Selbständige richten sich obendrein die günstigeren Versionen Corel Draw Standard und Corel Draw Essentials, die es aber nur für Windows-Systeme gibt.

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