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Neue Macs

05.01.2009 | 11:09 Uhr |

Neue Macs

Im neuen Jahr steht bei Intel ein Plattformwechsel an. Davon profitieren auch die Macs, bis zu 16 Prozessorkerne könnte Apple in Power Macs bald verbauen

Apples Kauf des CPU-Herstellers PA-Semi gab im letzten Jahr noch Anlass für allerlei Spekulationen. Doch dass Apple Intel als Prozessorlieferanten für Macs verlässt, ist kaum zu erwarten, zumal Apple mit der neuen Prozessorplattform Nehalem deutlich schnellere Macs herausbringen kann.

Intel Core i7 in Macs

Mit Nehalem bringt Intel eine stark überarbeitete Mikroarchitektur in seine Prozessoren. Die wirksamste Neuerung wird dabei "Turbo-Boost" sein. Damit übertaktet die CPU gezielt einzelne Kerne, wenn andere Kerne nicht benötigt werden.

Die Taktfrequenz ist bei den Quad-Core-Prozessoren der neuen Core-i7-Serie, die bereits auf Nehalem basiert, nicht mehr länger eine feste Größe. So spricht man bei den neuen Desktop-CPUs am besten von einer Grundtaktfrequenz. Mit diesen Taktraten arbeiten die Core-i7-Prozessoren nur dann, wenn die Turbo-Technologie deaktiviert ist. Ist sie eingeschaltet, schaltet der Chip - je nach Anwendung - einen oder zwei Gänge hoch.

Lastet ein Programm beispielsweise nur einen Prozessorkern aus, erhöht der Turbo-Modus die Taktfrequenz um zwei so genannte "Speed Bins". Ein Speed Bin bringt dabei 133 zusätzliche Megahertz. Nur wenn alle Kerne extrem ausgelastet sind, bleibt es bei der Grundtaktfrequenz.

Eine weitere Neuerung im Core i7 ist eigentlich ein alter Bekannter. Hyperthreading kommt zurück. Die Technologie stammt noch aus alten Pentium-Tagen, wurde aber noch nicht in die Core-Mikroarchitektur übertragen. Hyperthreading gaukelt dem Betriebssystem doppelt so viele CPU-Kerne vor, wie physikalisch vorhanden sind. Dabei werden die tatsächlich vorhandenen Kerne besser ausgelastet, was insgesamt zu einer Geschwindigkeitssteigerung führen soll. In Verbindung mit Mac-OS X 10.6 dürfte das viel bringen.

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