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Neue Richtlinien: Macht Google Maps den gleichen Fehler wie Whatsapp?

27.08.2021 | 13:00 Uhr | Thomas Hartmann

Google Maps bietet viele Vorteile wie ”Live-Verkehr”. Das geht künftig nur noch, wenn man der Datenerhebung durch Google beispielsweise über die eigene Route zustimmt. Die Methode erinnert stark an das Vorgehen von Whatsapp.

Wie 9to5Google berichtet, tauchen bei ersten Usern auf Google Maps unter Android und iOS Hinweisdialoge auf, mit denen man der App und damit Google explizit erlauben muss, die "Navigationsdaten" per Crowdsourcing beziehen zu dürfen. Dabei handelt es sich insbesondere um die GPS-Daten und die vom User gefahrene Route auch in Echtzeit. Damit sollen andere User im Verkehr Live-Daten darüber erhalten können, wo zum Beispiel Staus oder stockender Verkehr herrscht und um die schnellste Route zu berechnen. Mit dem eigenen Google-Account oder -Gerät würden diese Daten aber nicht verknüpft, verspricht Google.

Sollte man die Zustimmung verweigern, wird man dann auch keine Turn-by-Turn-Navigation mehr erhalten, also nicht mehr in Echtzeit sehen, wann und wo man abbiegen soll. Stattdessen gibt es nur noch eine statische Anzeige der Route, immerhin mit Fotos der "Abbiegestellen”, was wohl nur hilfreich ist, wenn man einen Mitfahrenden zur Seite hat, der oder die sich das ständig anguckt.

Mit diesem Kompromiss erinnert Google stark an das Vorgehen von Whatsapp, das seine Nutzer ebenfalls vor die Wahl stellte, die neuen Nutzungsbedingungen zu akzeptieren oder Whatsapp nicht wie gewohnt weiter nutzen zu können

Der Hinweis zur Zustimmung lässt an Deutlichkeit nichts vermissen. Man bekommt die klare Alternative, durch Teilen seiner Fahrtroute und des aktuellen Fahrzeugstandorts wie bisher auch die entsprechenden Informationen über Staus et cetera kostenfrei zu erhalten – oder wenn man dies lieber für sich behält, nur noch eine spröde Anzeige der Navigation ohne aktuellen Bezug zur eigenen Position. Bis wann dieser Zustimmungsdialog auf allen Smartphones mit Android oder iOS erscheint, ist unbekannt – auf unserem Redaktions-iPhone beispielsweise gab es diese Aufforderung bislang nicht.

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