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Neue Serie: Switch - Teil 1

03.07.2004 | 10:00 Uhr | Peter Müller,

Neue Serie: Switch - Teil 1

Begrenzt zitierfähig: iTunes für Windows und die Frage aller Fragen

Es sind nicht die großen Worte, sondern die kleinen Aha-Erlebnisse, die Windows-Benutzer nachdenklich werden lassen, ob sich Millionen von Usern nicht vielleicht doch irren könnten.

von Ole Meiners


"Wieso landet eigentlich jeder Virus auch auf meiner Festplatte?" Wenn Windows-Benutzer über ihren Computer schimpfen, dann ist das nicht unbedingt frei von Fäkalsprache und nur begrenzt zitierfähig - und so ist diese Frage von Lars im Original doch deutlich schärfer formuliert als hier wiedergegeben. "Das ist doch zum …" Seit acht Jahren arbeitet er unter Windows - und leidet. "Dieser riesengroße Tower in Zahnbelag-Gelb ist doch schreiend hässlich, der Monitor geht mir auf die Augen und gleichermaßen auf den Sack, und jetzt, wo ich langsam begreife, wie das so läuft mit dem Digitalisieren meiner Vinyl-Platten, begreife ich auch, dass diese Kiste hoffnungslos veraltet ist." Mit anderen Worten: Da muss was Neues her.

"Wieso hast du eigentlich keine Probleme mit Viren?" Passionierte Mac-User wie der Autor haben darauf natürlich die Standard-Antwort bereit: Das System ist klug, das Design ist schön - wer will einem Mac denn Böses tun - und wüsste dann auch noch, wie es geht? Seit ein paar Wochen schon werkelt auf dem AMD-irgendwas-Tower von Lars die Windows-Version von iTunes und seitdem ist keine Audio-CD mehr vor dem AAC-Codierer sicher. "Das geht ja soooo einfach und smart - wieso können nicht alle Programme so sein?" Und Gracenote, die CD-Datenbank im Internet, entlarvt zahlreiche Geburtstagsgeschenke: "Da freut man sich seit Jahren über diese ganz persönlichen, selbst gebrannten Musikzusammenstellungen - und dann erzählt einem iTunes, das ist die Compilation 'Happy Hard Trallala Volume 08/15' von Sony Music." Einige Freunde stehen mittlerweile in einem ganz anderen Licht da. Und Microsoft auch, denn Lars kann nicht begreifen, warum er sich durch unzählige Abfragefenster klicken soll, Hilfe-Texte ihm nicht helfen und als Ergebnis der blanke Frust herauskommt.
Wieso willst du dir denn keinen Mac zulegen? "Diese Frage", so gibt Lars zu, "ist mir ja auch schon gekommen." Einfach zu brechen mit dem Microsoft-Intel-Kartell. "Was passiert mit meinen Programmen, den ganzen E-Mails und Bildern, an denen ich hänge? Krieg ich die rüber auf einen Mac? Mein CD-Brenner hat die XP-Krankheit und will partout nicht brennen. Und was ist mit meinem Laserdrucker? Wie soll ich ohne ISDN-Karte online gehen?" Unablässig prasseln weitere Fragen auf den Autor ein - und der weiß, hier muss Basisarbeit geleistet und mit einigen Vorurteilen aufgeräumt werden. Das Office-Paket gibt es auch für Mac-OS und für alles andere ebenfalls eine Alternative. Bilder sind grundsätzlich zum Mac kompatibel, ISDN realisieren wir über ein externes Gerät, das Backup über ein Ad-hoc-Netzwerk. Und der Drucker - hat der USB? "Ich glaub schon…" Dann ist zumindest theoretisch die Migration von XP zu Mac-OS X geklärt. "Und in der Praxis?", fragt Lars mit einem Blick zum Prozessorerweichen, "kannst du mir da helfen?"

Begleiten Sie unseren "Switcher" Lars weiter und lesen Sie nächste Woche über Probleme der Pruduktverfügbarkeit und kalifornische Katechismen.

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