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Neue Webdesign-Tools für die Creative Cloud

14.02.2013 | 18:01 Uhr |

Adobe macht Webdesign für verschiedene Geräte und Bildschirmgrößen mit einem neuen Tool ohne Coding möglich und hat auch sonst interessante Updates im Ärmel – leider jedoch nur für Cloud-Abonnenten.

Adobe hat auf einer Pressekonferenz eine positive Bilanz für das fast komplette, erste Jahr der Creative Cloud gezogen und handfeste Zahlen genannt: Eine Million Mitglieder sind mit einem kostenlosen Konto beim Dienst angemeldet, 326.000 zahlende Mitglieder sind dabei, wovon sich 90 Prozent für das Jahresabo und 80 Prozent für das Komplettabo Produkte entschieden haben - statt nur einzelne Komponenten zu mieten. Paul Gubbay, Vice Product Development Digital Media fasst zusammen, dass die Creative Cloud nicht nur gut angenommen worden sei, sie bedeute vor allem eine große Weiterentwicklung, weil der Softwarehersteller nicht mehr an die bisher üblichen Jahreszyklen für das Hinzufügen neuer Features gebunden ist. Creative-Cloud-Abonennten könnten so schneller von Updates und neuen Tools profitieren, weil sie nicht mehr auf die nächste Version warten müssten. Letztes Jahr kamen schon mit dem Webeditor Adobe Muse einige Neuheiten für Webdesigner, die sich vor allem an Einsteiger richtete. Ab nächster Woche folgt eine Aktualisierung, bei der die Profis im Fokus stehen.

Der Edge Code Editor wird in der neuen Version mit besseren Vorschaumöglichkeiten und automatischer Coderergänzung ausgestattet.
Vergrößern Der Edge Code Editor wird in der neuen Version mit besseren Vorschaumöglichkeiten und automatischer Coderergänzung ausgestattet.

Neues rund um Edge

Zunächst bekommt die HTML5-Animationssoftware Edge Animate ein größeres Update, etwa neue CSS-Fähigkeiten für das Erstellen radialer und linearer Verläufe. CSS-Filter können Unschärfen erzeugen und Bilder bearbeiten. Ein neuer Web Font Selector macht laut Adobe die Schriftenauswahl einfacher, da es zu jeder Schriftart eine Vorschau in der Palette gibt. Abonennten bekommen ohne Aufpreis den Dienst „Adobe Edge Web Fonts“ dazu. Diese sollen auch in dem Update für Dreamweaver für bessere Typographie im Web sorgen. Zudem verspricht Adobe mit der für die Cloud-Mitglieder exklusiv aktualisierten Version flexiblere „Fluid Grid Layouts“ und insgesamt dank ein paar verbesserten Werkzeugen flüssigeres Arbeiten.

Ebenfalls aufgefrischt wird der Code-Editor Edge Code , der in der zweiten öffentlichen Vorschau aktuell vorliegt. Edge Code kombiniert das Arbeiten mit Fokus auf den Quellcode mit einigen integrierten visuellen Tools - was die Entwicklung deutlich beschleunigen soll. Edge Code versteht dabei wie HTML, CSS und Javascript zusammenspielen. Neue Vorschaumöglichkeiten, eine „Quick Edit“-Funktion und interaktive Codehinweise sollen die Arbeit noch flüssiger gestalten.

Edge Reflow hilft beim Gestalten flüssiger Layouts für große...
Vergrößern Edge Reflow hilft beim Gestalten flüssiger Layouts für große...

Responsive Design ohne Code-Stress

Mit der öffentlichen Betaversion von Adobe Edge Reflow steht ein komplett neues Tool auf dem Programm, das im Herbst letzten Jahres schon angekündigt wurde.  „Responsive Design“ ist gerade in aller Webdesigner Munde und das Thema von Edge Reflow. Dabei geht es darum dass Inhalte ihr Layout automatisch an die gegebene Bildschirmgröße anpassen. „Webdesigner müssen Inhalte gestalten, die auf verschiedenen Endgeräten und Bildschirmgrößen laufen. Wenn sie das visuell erledigen können, ist das eine enorme Hilfe. Das ist die Idee hinter Edge Reflow,“ erklärt Paul Gubbay von Adobe. Reflow ermöglicht Layouts, die sich beim Ziehen auf verschiedene Breiten flexibel anpassen. Zudem ist das gestalten mit CSS 3 möglich. Da das ganze auf einer nativen Weboberfläche läuft, rendert das Werkzeug bereits in seiner natürlichen Umgebung.

...und für kleine Bildschirmformate, also Desktop- und Smartphone.
Vergrößern ...und für kleine Bildschirmformate, also Desktop- und Smartphone.

Beim Gestalten lässt sich zwischen einem „Desktop oder mobile First“-Design Ansatz umschalten, also ob der Entwurf erst die Desktop Variante abspecken oder die Smartphone-Version als Ausgangspunkt dienen soll. Für die weitere Entwicklung lässt sich der CSS-Code extrahieren und weitergeben.

Fazit

Mit Edge Reflow hat Adobe ein spannendes Tool und auch sonst gute Updates für Webdesign-Profis am Start. Dass Nicht-Cloud-Abonnenten keine Alternative bekommen (zum Beispiel über reguläre Downloads) ist schade, aber sicherlich sollen so Anreize für den Umstieg geschaffen werden. Die Neuheiten können ab dieser Woche nur von Creative-Cloud Abonnenten kostenlos über die Website oder den Applikations-Manager geladen oder aktualisiert werden.

 

 

 

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