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Neuer Apple Store in Washington in der Kritik

13.05.2019 | 14:10 Uhr |

Der neue Apple Store in Washington DC gehört wohl zu den spektakuläresten Apple Stores überhaupt. Zur Eröffnung des Shops, der in der Carnegie Library beheimatet ist, kam sogar Apple-Chef Tim Cook persönlich. Doch es gibt auch Kritik an der Entscheidung der Stadt, die historische Stätte an Apple zu vermieten.

Fast auf den Tag genau 18 Jahre nach der Eröffnung der ersten Apple Stores in Virginia und Kalifornien hat Apple in der Carnegie Library in Washington D.C. am Samstag seinen bisher wohl spektakulärsten Laden eröffnet. Zur feierlichen Inbetriebnahme kam nicht nur Prominenz von der Westküste, mit CEO Tim Cook, Marketingchef Phil Schiller und dem neuen Retail-Vorstand Deirdre O'Brien war Spitzenpersonal aus Cupertino angereist, Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Wie es bei Apple Brauch ist, soll der Standort nicht nur als Store dienen, sondern auch viele Veranstaltungen beheimaten.

Um das Gebäude anzumieten hat Apple viel Aufwand betrieben. Der Konzern übernahm die Renovierungskosten und trug somit zur Erhaltung der historischen Bibliothek bei. 30 Millionen US-Dollar betrugen die Kosten . Die vorherigen Hauptmieter, die "Historical Society of Washington, D.C.", eröffnet ihr Hauptquartier in der zweiten Etage der Carnegie Library mit mehreren Ausstellungsräumen und einem Geschenkladen. Die Carnegie Library diente bis 1970 als Stadtbibliothek, stand dann aber für viele Jahre leer. Anschließend dienten die Räume als Event-Fläche und wurde schließlich an die Historical Society vermietet. 

Nicht jedem gefällt aber der neue Verwendungszweck des 1903 eingeweihten Gebäudes. CityLabs kritisiert etwa , dass die Stadt eine ihrer "kulturellen Perlen" an ein kommerzielles Unternehmen übergebe, somit sei das Gebäude nicht mehr für die Allgemeinheit gedacht, sondern nur für Apple-Kunden und solche, die es sich leisten können, das werden zu wollen. Die unbestrittenen Vorteile der neuen Nutzung des seit Jahrzehnten nicht mehr als Bibliothek genutzten Gebäudes würden nicht aufwiegen, dass öffentlicher Raum privatisiert wurde.

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