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Neuer Bluetooth-Codec erlaubt coole Funktionen für Airpods Pro 2

13.07.2022 | 15:00 Uhr | Halyna Kubiv

Das Bluetooth-Konsortium hat gestern einen neuen Standard verabschiedet, der endlich Fortschritt auf dem Kopfhörer-Markt bedeutet.

Das Bluetooth-Konsortium hat gestern bekannt gegeben , den neuen Standard LE Audio verabschiedet zu haben. Sein Vorgänger – Classic Audio bzw. der Low Complexity Subband Codec – wurde vor fast genau zehn Jahren im Juli 2012 verabschiedet. Einen dementsprechend großen Sprung verspricht sich das Konsortium in Sachen Audio-Qualität, Akkulaufzeiten und neue Funktionen. 

Als Grundlage für LE Audio dient Bluetooth 5.2. Das Konsortium verrät nicht, ob aktuelle Kopfhörer mit der neueren Bluetooth-Generation per Firmware-Update den Standard unterstützen werden. Realistischer ist anzunehmen, dass dafür neue Hardware notwendig wird. Demnach erlaubt der neue Standard die drahtlose Übertragung des Audiostreams mit um die Hälfte niedrigeren Bitraten, was Energieersparnisse um die Hälfte bedeuten kann. 

Bluetooth LE Audio: Das bringt der neue Standard

LE Audio erlaubt Multistreams, was den Raumklang und Stereo-Wiedergabe verbessern wird. Dabei schickt die Audio-Quelle zwei unterschiedliche Streams an jeden Kopfhörer, während Classic Audio nur zu einem Stream fähig war, der die Kopfhörer dann lokal beispielsweise in eine rechte und linke Tonspur aufgeteilt hatten. 

Auracast, die in LE Audio inkludierte Technologie, eröffnet Bluetooth-Wiedergabe für mehrere Endpunkte. Bislang war der Datentransfer von Audio-Dateien nur als Punkt-zu-Punkt-Übertragung möglich, sprich, eine Audio-Quelle konnte die Tonspur per Bluetooth nur an ein Paar Kopfhörer übertragen. Mit Auracast öffnet sich eine solche Quelle für unbeschränkte Zahl unterstützender Kopfhörer und anderer Abspielgeräte. Im Grunde genommen kann man sich in ein Bluetooth-Stream ähnlich wie in ein WLAN-Netz einloggen, indem man in entsprechenden Systemeinstellung die gewünschte Quelle auswählt. Auch mit Passwort geschützte Übertragungen sind möglich. So kann etwa ein Kino die Synchronisationen in unterschiedlichen Sprachen an Bluetooth-Kopfhörer der Besucher senden. Sie müssen nur noch die gewünschte Sprache auswählen. 

9to5mac berichtet , dass iOS 16 bereits erste Spuren der Unterstützung von LE Audio aufweise. Zudem berichten anonyme Quellen, die Firma arbeitet an aktualisierten Airpods Pro mit dem Nachfolger des aktuellen H1. Der neue Chip soll eine Grundlage für LE Audio in künftigen Generationen von Airpods, Beats-Kopfhörern und anderen Geräten bieten. 

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