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Neuer HD-Codec

21.04.2007 | 09:00 Uhr

Neuer HD-Codec

Mit dem neuen Codec Prores 422 ermöglicht Final Cut Pro 6 ferner die Bearbeitung von HD-Material in SD-DateigrĂ¶ĂŸe weitestgehend ohne Kompressionverluste. Bei dem Codec handelt es sich um einen Algorhythmus mit variabler Bitrate, der in zwei QualitĂ€ten zur VerfĂŒgung steht und ĂŒber den Media Manager aktuelles HD-Material umwandelt, Ă€hnlich der Bearbeitung von DV in winzigem Offline-RT-Format - nur in ganz groß und ganz schön. Aus Shake hat Apple die Technologie Smooth Cam ĂŒbernommen, die es dem Anwender ermöglicht, verwackelte Aufnahmen schnell und prĂ€zise zu stabilisieren; auch dies ein dringend notwendiges Update zum verstaubten Stabilisierungs-Filter. Die Funktion Smooth Cam analysiert den Clip im Hintergrund, wĂ€hrend man im Vordergrund weiter schneiden kann. Nach erfolgreicher Analyse wird der betroffene Clip entsprechend automatisch stabilisiert und gleichfalls auch skaliert, damit keine sichtbaren schwarzen RĂ€nder im Bildausschnitt sichtbar sind. Auch die Zusammenarbeit zwischen Final Cut Pro und Motion haben die Entwickler verbessert, wobei der Anwender in Motion 3 Templates fĂŒr Bauchbinden oder Ă€hnliche Grafiken erstellen und per Drop-Zone im Schnitt integrieren kann. Ein neues Overlay-Fenster ermöglicht hierbei sogar das automatische Update oder das Ersetzen aller in der Timeline oder im gesamten Projekt verwendeten Grafiken.

Mehr Raum fĂŒr Motion

Motion verfügt in der Version 3 über einen 3D-Raum mit Kameras und Lichtern. Selbst Partikelsystem lassen sich in 3D drehen und wenden.
VergrĂ¶ĂŸern Motion verfĂŒgt in der Version 3 ĂŒber einen 3D-Raum mit Kameras und Lichtern. Selbst Partikelsystem lassen sich in 3D drehen und wenden.

Apropos Motion: Das umfangreichste Update bekam das Design- und Compositing-Programm Motion verpasst, unter anderem mit neuem 3D-Raum, Malwerkzeugen, Stabilisierern und Trackern sowie einem professionellen Retimer. Apple scheint es mit den Spezialeffekten neuerdings wirklich ernst zu meinen und kĂ€mpft mit allen Mitteln gegen den Platzhirschen After Effects an, der seinerseits SchĂŒtzenhilfe durch das neu aufgelegte CS3-Bundle Production Premium aus dem Hause Adobe auf dem Mac erhĂ€lt. Von daher ist die Entscheidung, Motion um den 3D-Raum zu erweitern auch der nĂ€chste logische Schritt. Mit neuen (3D-)Kameras, unterschiedlichen Lichtern sowie einer verfĂŒgbaren Z-Achse lassen sich alle Objekte in Motion dreidimensional darstellen und animieren. Dazu gehören auch Partikel-Systeme, die der Anwender frei drehen und im Raum platzieren kann. Über Replikatoren vervielfacht man einzelne Clips und bildet daraus Muster, und auch die zahlreichen Texteffekte von Motion wurden um den 3D-Raum erweitert. Um die Arbeit auch fĂŒr den Einsteiger noch einfach und ĂŒbersichtlich zu halten, steht zusĂ€tzlich eine Multiple-View-Darstellung mit unterschiedlichen Blickwinkeln zur VerfĂŒgung.

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