2605479

Neues EU-Gesetz: Lightning-Port vor dem Aus?

17.08.2021 | 16:05 Uhr |

Die Diskussion um die Vereinheitlichung von Ladeschnittstellen geht schon seit Jahren, doch jetzt macht die EU ernst.

USB-C, Micro-USB, Lightning: Diese drei Schnittstellen finden sich im Großteil aller modernen Smartphones. Doch das dĂŒrfte sich bald Ă€ndern, wenn sich ein Gesetzesentwurf der EU durchsetzt. Seit Langem wird ĂŒber einen verpflichtenden, einheitlichen Ladestandard fĂŒr Smartphones diskutiert. Das soll dem Verbraucher zugutekommen, schließlich wird bei einem Wechsel auf ein anderes GerĂ€t kein neues Ladekabel benötigt. Außerdem brĂ€uchte ein iPhone-Nutzer nicht mehr sein Lightning-Kabel mitbringen, wenn er seinen Freund mit Android-Smartphone besucht.

Lesetipp: Apple gegen den europÀischen Stecker-Standard

Laut einem Bericht von Reuters möchte die EuropĂ€ische Kommission im nĂ€chsten Monat einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Hersteller von Mobiltelefonen und anderen elektronischen GerĂ€ten zu einer gemeinsamen Ladeschnittstelle verpflichtet. Apple mĂŒsste sich dann vom Lightning-Anschluss (zumindest in Europa) verabschieden. Am wahrscheinlichsten ist, dass sich, sollte das Gesetz verabschiedet werden, USB-C als Schnittstelle durchsetzt. Zwar ist Micro-USB immer noch der verbreitetste Anschluss, USB-C bietet aber viele technische Vorteile und gilt als deutlich zukunftssicherer. Apple selbst hat vor einiger Zeit das iPad Pro und iPad Air auf USB-C umgestellt.

Wie zu erwarten ist Apple von der geplanten EU-Regelung nicht gerade begeistert. Eine solche Regulierung verhindere Innovationen und verursache Elektroschrott, da sich viele Nutzer neue Ladekabel zulegen mĂŒssten. Damit liegt Apple nicht falsch, gleichzeitig muss der Konzern selbst der Kritik stellen, seit Jahren auf eine proprietĂ€re Schnittstelle zu setzen, die ihrerseits zur Entstehung von Elektroschrott beitrĂ€gt. 

Macwelt Marktplatz

2605479