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Neues Macbook Pro: Akku hält nur drei Stunden?

05.12.2016 | 14:03 Uhr |

Apple verspricht bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit, in der Praxis ist die Laufzeit bei manchen Nutzern aber weitaus kürzer.

Bis zu zehn Stunden soll man mit Apples neuem Macbook Pro arbeiten können, also einen vollen Arbeitstag. Erste Käufer des Apple-Topmodells mussten aber feststellen, dass ihre Laufzeiten im Alltag oft deutlich kürzer sind. Ein Nutzer beschwert sich bei Macrumors beispielsweise, sein an einen externen Monitor angeschlossenes 15-Zoll-Macbook Pro würde gerade einmal drei Stunden durchhalten - dies beim Surfen mit dem Browser Chrome, noch weniger beim Spielen. Keine vier Stunden hält auch das Macbook Pro eines anderen Anwenders durch - bei Aktivitäten wie Webbrowsen, Youtube und Softwareentwicklung. Das ist erstaunlich, hält das Macbook Pro doch im Surf-Test der Macwelt fast 15 Stunden durch!

Vermutlich liegt dies aber nicht an einem Defekt oder leeren Versprechungen von Apple. Wahrscheinliche Ursachen sind der Anschluss eines externen Monitors und die Verwendung von Google Chrome durch die Anwender. Bei der Berechnung der Akku-Laufzeiten geht Apple nämlich von einer geringen Systemlast aus, mit geringer Beanspruchung von CPU und Grafikkarte. Und die Nutzung eines aktuellen Browsers lastet einen Rechner oft stärker aus als Office-Programme oder die Creative Cloud.

Unter "discharging with" zeit das Tool den aktuellen Verbrauch an.
Vergrößern Unter "discharging with" zeit das Tool den aktuellen Verbrauch an.

Beim Modell mit 15-Zoll-Display sind sowohl die Nutzung von Chrome als auch der Anschluss eines externen Monitors ein Akkufresser: Bei Verbindung eines Monitors scheint sich beim Nutzer statt der sparsamen integrierten Grafikkarte die dedizierte Grafikkarte einzuschalten. Da der Nutzer noch dazu das Modell mit der besonders schnellen Radeon 460 mit 4 GB Grafikspeicher verwendet, ist das so als würde man bei einem Sportwagen Vollgas geben. Die baldige Folge: Ein leerer Energiespeicher. Vor allem Google Chrome sollte außerdem nicht unterschätzt werden, trotz Verbesserungen ist der Browser noch immer ein Akkufresser. Der Browser nutzt als Standardeinstellung eine so genannte Hardwarebeschleunigung, verwendet also die Radeon-Grafikkarte für die möglichst schnelle Darstellung von Webseiten. Man kann dies über die Einstellungen deaktivieren, besser nutzt man auf dem Macbook Pro aber offensichtlich Safari.

Um festzustellen, warum sich ein Akku schnell leert, muss man aber eigentlich nur in der Menüleiste auf das Akku-Symbol klicken. Automatisch zeigt hier das System nämlich alle Apps mit erheblichem Energieverbrauch an. Wir sind nicht überrascht, dass bei vielen der Käufer hier Google Chrome erscheint. Tipp: Den aktuellen Stromverbrauch des Systems kann ein Systemtool wie coconut Battery in Echtzeit anzeigen. Profis können außerdem über das Dienstprogramm Aktivitätsanzeige nach Akkufressern suchen.

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