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Neues Special: iOS 13

20.09.2019 | 14:01 Uhr | Peter Müller

iOS 13 ist da, iPadOS 13 kommt bald. Die Basis dafür ist nun 30 Jahre alt. Lesen Sie in der digitalen Ausgabe alles zum neuen iPhone-System.

Na, auch schon ganz gespannt auf iOS 13, das seit dem Abend des 19. September  in finaler Version zum Download bereit steht? Und auf macOS Catalina sowie iPadOS 13, das erst am 30. September kommt, wenn auch das vor einer Woche gezeigte iPad 7 zu kaufen ist?

Von Apple sind wir es ja gewohnt, dass neue iPhones im gleichen Jahrestakt erscheinen wie neue Versionen ihres Betriebssystems, es ist Apples große Stärke, Hardware, Software und Services perfekt aufeinander abzustimmen. Mittlerweile. Denn das war nicht immer so. Weder bei Apple noch bei der anderen Vorgängerfirma des Mac-Herstellers von heute, NeXT.

Wir erinnern uns: John Sculley hatte Steve Jobs im Jahr 1985 aus dem Unternehmen gedrängt, seinen Abschied nahm der Gründer zum 17. September. Einige wenige Getreue verließen mit ihm Cupertino, um ein paar Kilometer weiter im Silicon Valley das nächste Projekt anzugehen, das folgerichtig auch NeXT hieß. Elf Jahre später kehrte Jobs mitsamt NeXT zu Apple zurück und krempelte den Laden komplett um. Der Grund, warum Apple NeXT übernahm, oder damit fusioniert oder sich von den NeXT-Leuten übernehmen ließ, war in dieser Woche  vor 30 Jahren in Version 1.0 herausgekommen: Das auf den Unix-Kernel der FreeBSD beruhende Betriebssystem NeXTStep.

Seine Hardware hatte NeXT schon ein gutes Jahr zuvor vorgestellt, den schwarzen NeXT-Cube, der zwar wie aus der Zukunft erschien, aber keine große Zukunft hatte. Zumindest nicht als kräftige Workstation für Universitäten und Unternehmen, die Maschine war einfach zu teuer, um in etwas anderem als Nischen zu funktionieren. Immerhin: In einer dieser Nischen, am Kernforschungszentrum CERN in Genf entwickelte der britische Physiker Tim Berners-Lee auf einem NeXT das, was wir heute als World Wide Web kennen.

Doch das Betriebssystem NeXTStep, das NeXT nach seinem Aus als Hardwarehersteller in OpenStep umbenannte, um es Herstellern wie Intel zu lizenzieren, bildet heute das Fundament dessen, was wir als Apple-Universum wahrnehmen.

Avie Tevanian, der seinerzeit für NeXT aus den Unix-Grundlagen das System formte, ging 1997 mit Steve Jobs zu Apple, um dort mit seinem Team Mac-OS X zu entwickeln: Gewissermaßen das Beste aus beiden Welten, die gewohnte Mac-Oberfläche bekam das solide Fundament von NeXTStep. Aus Mac-OS X leitete Apple später dann iOS ab, nun sind mit tvOS, watchOS und dem neuen iPadOS weitere Varianten davon auf all unseren Geräten installiert.

Wenn man das nunmehr 30 Jahre alte NeXTStep im Video bewundert, kommt einem doch viel bekannt vor: Das Dock etwa, welches das klassische Mac-OS nicht kannte, kann seine Herkunft nicht verleugnen. Wichtiger ist jedoch das mit NeXTStep eingeführte Objekt orientierte Programmieren, was Toolkits wie WebObjects überhaupt erst ermöglichte.

Beinahe jedes Jahr lobt Apple seine neuen Varianten von iOS und macOS als die größten Updates bisher, das ist auch nie ganz verkehrt. Aber die wichtigste Softwareveröffentlichung Apples war zweifelsohne die von NeXTStep, als man bei NeXT noch gar nicht ahnte, eines Tages wieder heimzukehren.

Lesen Sie in diesem Special alles zu iOS 13, wie Sie es auf Ihre darauf gut vorbereiteten Geräte installieren und welche Features neu sind und einen echten Mehrwert bieten.

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