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Neuseeländer kauft "neues" iPhone mit fremden Daten

25.04.2019 | 13:41 Uhr |

Als ein Neuseeländer ein iPhone kaufte, machte er eine überraschende Entdeckung. Das als "neu" angepriesene Gerät war voll mit den Daten eines Vorbesitzers.

Der Neuseeländer Glen Cottle kaufte ein als "neu" beworbenes iPhone, fand auf diesem jedoch die Daten eines Vorbesitzers vor.  Das berichtet "Stuff".  Das iPhone war als Geschenk gedacht, bezahlt hatte Cottle 1300 Neuseeland-Dollar, umgerechnet rund 770 Euro. Laut Cottle war das iPhone mit den für Neugeräte üblichen Schutzfolien versehen und auch die Verpackung sei eingeschweißt gewesen.

Nachdem er das Gerät eingeschaltet hatte, habe er Zugriff auf die verschiedensten Daten des Vorbesitzers gehabt. Darunter auch medizinische Aufzeichnungen, Bankdaten und Sprachnachrichten. Außerdem habe er Zugriff auf das Smart-Home-System des Vorbesitzers gehabt. Damit könne er die Beleuchtung und Heizung steuern und sogar die Eingangstüre öffnen und verschließen. Cottle berichtet, er habe bereits versucht mit dem Vorbesitzer Kontakt aufzunehmen, indem er im iPhone eingespeicherte Kontakte anruft. Bisher ohne Erfolg.

Verkäufer des, wohl doch nicht ganz neuen, iPhones war der Neuseeländische Kaufhaus Smith´s City. Ob die Neuverpackung des gebrauchten iPhones vom Kaufhaus durchgeführt wurde oder der Fehler bei Apple lag, ist bislang nicht geklärt. 

Eine mögliche Erklärung liefert einer der Kommentatoren unter dem ursprünglichen Artikel: Demnach handelt es sich um ein Demo-Gerät, das üblicherweise auf den Tischen in den Läden zum Ausprobieren liegt. Apple versorgt die Einzelhändler mit vorgefüllten iCloud-Profilen, die möglichst echt aussehen sollen. Der Leser hatte beispielsweise in den Notizen den Eintrag "Jakes Treehouse" erkannt, in den Fotos gibt es ein für ihn bekanntes Album "Winter in Tachoe". Wahrscheinlich hat der Einzelhändler dem Mann ein Demo-Gerät verkauft und dabei vergessen, das vorhandene iCloud-Profil zu löschen.

Bei Umtausch oder Verkauf: iPhone immer zurücksetzen

Wer sein Smartphone verkauft oder umtauscht sollte dieses vorher dringend zurücksetzen, um zu verhindern, dass die eigenen Daten in die falschen Hände geraten. Wie das beim iPhone und iPad funktioniert  erfahren Sie hier.

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