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28.10.2006 | 09:00 Uhr

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Thema der Woche 43

Soundbooth, Quark Print Collection, E-Book Reader und neue Lightroom-Beta 4

Für Intel-Macs und Windows-PCs: Beta-Version von Soundbooth

Eine Überraschung nach der anderen serviert Adobe den Besuchern der Anwenderkonferenz MAX in Las Vegas aus der unternehmenseigenen Versuchsküche. Gestern Abend stand ein neues Tonbearbeitungsprogramm auf der Menükarte: Mit Soundbooth knüpft Adobe an SoundEdit 16 an, das Macromedia bis 2004 angeboten hat. PowerPC-Anwender kommen nicht in den Genuss der Beta und des endgültigen Produkts.

Bis Ende Februar ist die öffentliche Beta-Version von Soundbooth zu benutzen - als Systemvoraussetzungen nennt Adobe Windows XP SP2 ab der oberen Pentium-4-Klasse oder einen Intel-Mac - gerne auch mit Mac OS X 10.5. Für PowerPC-Systeme werde man dieses Programm nicht anbieten, schreibt der Hersteller und beruft sich dabei auf den schnell vollzogenen Architekturwechsel von Apple, dieses Schicksal wird auch die endgültige Version treffen. Soundbooth sei ein Audio-Tool "im Geiste von SondEdit 16" verspricht der Hersteller. Ohne große Fachkenntnisse können Anwender Ton bearbeiten, Störungen optisch identifizieren und herausfiltern, Aufsager aufnehmen und veredeln sowie Audio-Effekte und -Filter anwenden. Wie die Musik klingt, die Anwender dem Versprechen nach auch ohne große musikalische Kenntnisse komponieren können, sollten die Beta-Tester selbst ausprobieren, einige Samples halten die Laboratorien bereit. Einige Einschränkungen hat die Beta-Version, insbesondere bei den unterstützten Medienformaten fehlen H.264 und sämtliche MPEG-Formate - aus kostspieligen Lizenzgründen. Mit der Vollversion will der Hersteller das ändern, einen Preis nennt Adobe noch nicht, mit "Mitte 2007" aber einen ungefähren Veröffentlichungszeitpunkt. Die Beta-Version [ 52 MB, Download-Link ] arbeitet bis zum 28. Februar 2007, der Hersteller bitte ausdrücklich um Feedback.

Adobes Manager für Audio-Produkte Hart Shafer erklärt unseren Kollegen von Macworld den Hauptunterschied zu Apples Soundtrack Pro in der Herangehensweise an den Markt: Soundtrack Pro sei für "Audio-Leute gemacht", während sich Soundbooth eher auf dem Profi-Markt für Kreative positioniere. Soundbooth habe man von Grund auf in Hinblick auf Video- und Web-Workflow hin entwickelt. Professionelle Designer in diesem Bereich müssten zwar Audio bearbeiten, bräuchten aber nicht den enormen Umfang einer High-End-Lösung. Bei einigen Werkzeugen habe man sich von anderen Applikationen des Hauses inspirieren lassen, so habe man eine Audio-Reparatur-Funktion entwickelt, die nicht von ungefähr an den Reparaturpinsel in Photoshop erinnert. Soundbooth ist erhältlich für Windows und für Intel-Macs, auf PPC-Systemen läuft das Programm nicht. "Wir haben mit der Entwiclung ungefähr zu der Zeit angefangen, als Apple den Intel-Switch ankündigte, " erklärt Shafer. Nur der Verzicht auf eine PPC-Fassung habe ermöglicht, rechtzeitig fertig zu werden. Preis und Verfügbarkeit der finalen Fassung stehen noch nicht fest.

Quark Print Collection

Quark hat mit der Print Collection ein Set von Xpress-Erweiterungen vorgestellt, die das Spektrum des Layoutprogramm vor allem um Funktionen zum PDF-Workflow erweitern.

Die auf der Druckmesse Graph Expo in Chicago präsentierte Print Collection besteht aus den Erweiterungen Quark Imposer für Xpress und Acrobat 7, Quark Markit und Quark Item Mark. Da Quark nicht Adobes PDF-Technologie lizenziert hat, muss der Hersteller Xpress diese Funktionalität anderweitig einkaufen oder selbst entwickeln. Ersteres ist bei der Print Collection der Fall, die auf Xtensions der Softwarefirma Alap beruht, die Quark zuvor übernommen hatte. Quark Imposer erlaubt es, Druckdaten direkt aus Xpress oder Acrobat (in diesem Fall handelt es sich um PDFs) auszuschießen. Darüber hinaus lassen sich unterschiedlichste Einstellungen zu Montage, Bindung treffen, die Montage lässt sich ebenfalls mit der Print Collection erledigen. Eine ebenfalls zur Sammlung zählende Software erlaubt es, Passmarken, Infozeilen oder Logos auf einzelnen oder allen Druckseiten einzufügen.

Die Print Collection ist ab 30. Oktober für rund 300 Euro verfügbar.

Lightroom-Beta 4.1 mit Änderungen im Design

Adobe hat am Freitag eine neue Betafassung mit der Versionsnummer 4.1 seiner Workflowsoftware für Profifotografen Lightroom veröffentlicht. Der Download der neuen Beta-Fassung ist für registrierte Anwender kostenlos. An Neuerungen in Lightroom Beta 4.1 nennt Adobe Verbesserungen in der Benutzeroberfläche, verbesserte Werkzeuge für Belichtung und Tonwertkurven, Konvertierung des DNG-Formats innerhalb der Bibliotheken, verbesserte Diashow, CD- und DVD-Authoring-Fähigkeiten sowie die Möglichkeit Dateien zwischen Photoshop Lightroom Bibliotheken auszutauschen.

E-Book-Reader von Adobe

Adobe veröffentlicht eine Beta-Version eines neuen E-Book-Readers.

Der Reader Digital Editions soll als Erweiterung für den Flash Player 9 erscheinen. Die Software kann sowohl PDF-Dateien als auch XHTML-Inhalte lesen. Autoren sollen Texte erstellen können, die zusätzlich Flash-Videos enthalten.

E-Books galten Ende der neunziger Jahre als Nachfolger des klassischen Buches. Bislang haben sich elektronische Bücher jedoch im Massenmarkt nicht durchgesetzt. Mit seinem neuem Reader setzt Adobe wieder auf das Format E-Book. Jüngere Konsumenten wollten Inhalte digital lesen, sagte Bill McCoy von Adobe. Das Unternehmen sieht Chancen für elektronische Bücher, da mobile Rechner als Lesegeräte auf dem Vormarsch seien.

Digital Editions wird als Beta-Version für Windows erscheinen, eine Mac-Version soll Ende des Jahres fertig sein. Eine finale Version will Adobe 2007 veröffentlichen. Die Creative-Suite-Programme sollen das neue E-Book-Format zukünftig unterstützen.

Adobe bietet 100 Millionen US-Dollar Web-2.0-Risikokapital

In Las Vegas fand vergangene Woche die Adobe MAX 2006 statt, die erste Anwenderkonferenz seit der Übernahme von Macromedia durch Adobe. Schwerpunktthemen sind Workflow-Optimierungen zwischen Designern und Entwicklern, die auch auf dieser Ebene das Zusammenwachsen der beiden ehemals konkurrierenden Software-Anbietern widerspiegeln. Die Technik dahinter heißt Apollo. Das Apollo-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Reichweite von "Web 2.0", von multimedialen Internet-Inhalten, zu erweitern und mehr Geräte als bloß den PC zu erreichen. Auf der MAX zeigt Adobe eine Vorschau auf diese Technologien, die auf Flash und Adobe Reader basieren, die bereits heute auf über 115 Millionen mobilen Endgeräten und 700 Millionen PCs nutzbar sind. Dem Hersteller ist das Projekt offenbar sehr wichtig: Adobe hält nach eigenen Angaben 100 Millionen US-Dollar Risikokapital bereit, um Unternehmen zu fördern, die Produkte und Dienstleistungen auf Basis von Apollo entwickeln. Für diese so genannten Rich Internet Applikationen hat Adobe auch gleich ein Mac-Tool im Angebot, dass ab sofort kostenlos ausprobiert werden kann: Die Vorversion des Flex Builder 2 ist als Universal Binary erschienen und arbeitet somit auch auf Intel-Macs. Er versetzt Entwickler in die Lage, mit relativ wenig Aufwand diese Web-Programme zu programmieren und gestalten. Technische Basis von Flex sind Flash und Eclipse.

Vuescan jetzt Universal

Hamrick Software hat sein Scannerprogramm Vuescan als Universal Binary veröffentlicht. Das Update auf Version 8.3.75 ist kostenlos für registrierte Anwender, Vuescan kostet in der Standard-Fassung 50 US-Dollar, die Pro-Variante ist für 90 US-Dollar zu haben. Vuescan steht schon seit Januar für Intel-Macs zur Verfügung, bisher nutzte die Software, die über 500 Scanner und 207 RAW-Formate erkennt, die Emulation Rosetta. Hamrick hat nach eigener Aussage mit einer Universal Binary gezögert, weil bestimmte Canon- und PIE-Plug-ins nur auf PPC- aber nicht auf Intel-Macs liefen. Entdeckt Vuescan entsprechende Plug-ins, empfiehlt es, Rosetta zu nutzen. Auch die Downloadgröße von 4 MB sei trotz Auslegung der Software als Universal Binary akzeptabel.

Grafiktablett ganz in Weiß

Wacom veröffentlicht eine Version seines Grafiktabletts Graphire 4 Classics, die ganz in Weiß gehalten ist.

Das Grafiktablett wird es in den Größen A6 sowie A5 geben. Die technische Ausstattung ist mit der des metallicfarbenen Originals identisch.

Das Grafiktablett besitzt zwei programmierbare Funktionstasten, die man mit häufig benutzten Befehlen belegen kann. Wacom liefert das Tablett zusammen mit einem druckempfindlichen Stift aus, der mit zwei Seitenschaltern ausgestattet ist. Der Stift erkennt insgesamt 512 verschiedene Druckstufen.

Zum Lieferumfang gehört das Zeichenprogramm Corel Painter Essentials 3. Das Grafiktablett benötigt mindestens Mac-OS X 10.2.8 und ist ab November 2006 im Handel zu Preisen von 100 Euro (A6-Version) und 200 Euro (A5-Version) erhältlich.

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