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Newton gegen Palm

19.12.2008 | 00:01 Uhr |

Newton gegen Palm

1993 wurde alles anders: Die ersten PDAs erschienen am Horizont, sie waren kleiner und leichter als die umstĂ€ndlichen BlĂ€tterwerke, und teilweise auch wirklich leistungsfĂ€higer. Der Mac-Evangelist denkt natĂŒrlich wehmĂŒtig an den Newton zurĂŒck, der nach seiner Vorstellung im November 1992 und einigen Kinderkrankheiten schnell eine kleine, eingeschworene Fangemeinde aufbauen konnte.

Das Besondere am Newton war seine zukunftsweisende Handschriftenerkennung. Auch wenn diese nicht in jedem Fall erkannte, was geschrieben wurde, galt sie auch noch viele Jahre nach dem Ende des Newton als unvergleichlich. Der aktuellen Schrifterkennung, seit kurzem nativer Bestandteil von OS X, liegt zum Beispiel die Newton-Technologie "Rosetta" zugrunde.

Lange haben es Fans Steve Jobs ĂŒbelgenommen, dass er dem Newton nach seiner RĂŒckkehr zu Apple 1998 den Stecker gezogen hat. Doch diesen Schritt kann man auch als weise Voraussicht interpretieren: Der Markt war noch nicht reif fĂŒr das papierlose BĂŒro, und außerdem musste das Internet erstmal ordentlich auf die Beine gebracht werden. Die Produktpalette von Apple war damals gewaltig, und die Firma drohte unter ihrem eigenen Gewicht zu ersticken. Jobs musste tabula rasa machen, sonst gĂ€be es Apple heute womöglich nicht mehr.

iPhone-Besitzer wissen oft gar nicht, welch wertvolles Erbe sie in ihrem schicken, schlanken Multimedia-Wunder mit der schlechten Kamera bei sich tragen: Ohne den Newton hĂ€tte sich Apple sicher nicht so ohne weiteres auf den mobilen Markt gewagt. Und mal ehrlich: Heute ist es ja auch wesentlich praktischer, vernetzt unterwegs zu sein, mit GPS, Google Maps und vor allem in Farbe macht es ja auch deutlich mehr Spaß.

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