2414384

Nintendo an iOS-Entwickler: Kein Zwang zu In-App-Käufen

08.03.2019 | 10:28 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Nintendo bittet seine Partner-Entwickler, in den eigenen Games nicht zu sehr auf die In-App-Käufe zu setzen.

Nintendo hat Entwickler seiner mobilen Apps darum gebeten , die Kunden nicht zu sehr mit In-App-Käufen zu nerven und zu melken. In-App-Käufe sind zwar eine Möglichkeit, den Umsatz mit Spielen gegenüber denen bei Einmalkäufen deutlich zu steigern und vor allem über die Zeit zu strecken, doch setzen Entwickler oft unschöne Methoden ein, um die Kunden mehr oder minder zum Kauf zu zwingen. Anderenfalls kommt man im Spiel nicht in höhere Level oder muss ewig warten, bis es weiter gehen kann. Nintendo scheint aber lieber auf kurzfristigen Umsatz verzichten zu wollen, als langfristige Schäden an seinen Spielemarken wie Mario zu riskieren.

Nintendo lizenziert seine Spiele an diverse Entwickler, nach Jahren der Abstinenz im iOS Store, hat der Spiele-Anbieter im letzten Jahr mit großem Erfolg dort los gelegt. Die Entwickler-Firmen hinter den Nintendo-Spielen sind über die Strategie des Lizenzgebers nicht so glücklich. CyberAgent, das etwa  "Dragalia Lost" verantwortet, hat gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, ohne Absprachen mit Nintendo hätten sie deutlich mehr (an Umsatz) aus dem Spiel heraus geholt. Auch das Entwickler-Studio DeNA ("Super Mario Run" und "Animal Crossing: Pocket Camp") bestätigt, dass die beiden Spiele so kaum profitabel sind.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2414384