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Nobelpreis für Erfinder des Lithium-Ionen-Akkus

10.10.2019 | 09:42 Uhr | Peter Müller

Die Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem heutigen Leben kaum wegzudenken, die Erfinder erhalten in diesem Jahr einen Nobelpreis.

Mehr Power: Die Nobelpreise der naturwissenschaftlichen Disziplinen ehren oft abstrakte Forschungsergebnisse, man denke nur an den Nachweis von Gravitationswellen. Der Physikpreis in diesem Jahr ging an Kosmologen, die eine Hälfte für eine die Allgemeine Relativitätstheorie bestätigende kosmologische Forschung, die andere für die Entdeckung der ersten Exoplaneten vor rund 20 Jahren.

Der Nobelpreis für Chemie 2019 hat jedoch ein konkretes Produkt im Fokus: die Lithium-Ionen-Batterie. Ohne sie wären unsere iPhones, iPads und Macbooks nicht denkbar und ebenso wenig gäbe es Hoffnung, Mobilität mit sinnvoller Reichweite mit dem Elektromotor zu gewährleisten. Noch gibt es zwar bei der Produktion der Akkus massive Umweltprobleme, diese lassen sich aber in Griff bekommen: Elementares Lithium ist derzeit recht schwer zu gewinnen. Die drei Forscher John Goodenough, Stanley Whittingham und Akira Yoshino werden für ihre Grundlagenforschung geehrt, mit der die Energieträger mit ihrer hohen Ladekapazität überhaupt erst möglich wurden. Der in Jena geborene Goodenough ist mit seinen 97 Jahren der älteste Laureat bisher.

Apple hat übrigens mit iOS 13 eine neue Funktion wie Optimiertes Laden der Batterie entwickelt. Das iPhone merkt sich, wie der Nutzer es im Laufe des Tages verwendet und passt das Aufladen darauf an. Manche Experten versprechen bis zu einem Jahr mehr Lebensdauer einer iPhone-Batterie. Mehr dazu lesen Sie hier .

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