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Noch keine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook

02.07.2010 | 07:33 Uhr |

Noch keine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook

Die Software von "HelloWorld" und "Safebook" ist quelloffen. Jeder kann mitmachen, jeder kann sie weiterentwickeln und beispielsweise eigene Programme daraus stricken. "Wir wollen nichts verkaufen, sondern der Gesellschaft eine offene Technologie zur Verfügung stellen", sagt Speck. Klar ist: Wenn persönliche Daten direkt vom Nutzer verwaltet werden, wird auch personalisierte Werbung nur mit Rücksicht auf Verbraucherwünsche angeboten werden können. Was die Investoren von Facebook, StudiVZ und Co wohl davon halten? Doch eine gute Idee und ein bisschen Open-Source-Software werden wohl nicht reichen, um die Nutzer zu einem Umstieg zu bequemen. Die Netzwerk-Alternativen müssten "die Quadratur des Kreises" schaffen, meint Martin Weigert vom Blog Netzwertig.com: "Einerseits dezentral und sicher aufzutreten, anderseits aber all das zu ermöglichen, was Nutzer von Facebook & Co gewöhnt sind."

Wer mag schon einen eigenen Server einrichten, wo ein Profil bei Facebook und Co nur ein paar Mausklicks entfernt ist? So etwa ist bei dem amerikanischen Studenten-Projekt Diaspora geplant. Und wer mag auf die vielen Funktionen verzichten, welche die großen Anbieter nahtlos in ihre Oberfläche eingebaut haben, etwa Fotoalben und Chat. Die Herausforderer müssen beweisen, dass sie Datenschutz können - aber den Rest ebenso. Etliche stehen jedoch noch ganz am Anfang der Entwicklung. Und anders als Facebook können sie nicht Millionen von Euro in die Entwicklung neuer Features stecken. Facebook-Chef Mark Zuckerberg nimmt die Alternativen bislang offenbar nicht sehr ernst: Weil Diaspora eine "coole Idee" sei, habe er dem Projekt Geld gespendet, sagte er dem US-Magazin "Wired". Angst klingt anders.

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