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Offenbar unfertige Software

13.04.2010 | 09:50 Uhr |

Offenbar unfertige Software

Über das Betriebssystem lässt sich derzeit noch nicht viel sagen, Neofonie hat lediglich eine eigene Linux-Variante angekündigt, die auch Android-Apps nutzen soll. Auf der Pressekonferenz zeigte das Unternehmen nur eine optische Demo der Oberfläche. Der WePad-Prototyp spielte offensichtlich nur ein Demovideo der Nutzeroberfläche ab, tatsächlich läuft auf dem Prototypen bislang nur Windows, was eine Fehlermeldung während der Präsentation verriet. Einige Technikblogs sind deshalb skeptisch, ob das WePad überhaupt pünktlich und ausgereift auf den Markt kommen wird.

Mit Adobe Flash soll der WePad in der Lage sein, die gängigen Multimedia-Angebote aus dem Netz abzuspielen. Es gebe bereits 20 000 Vorbestellungen, dabei handelt es sich aber offenbar nur um Interessenten, denn offizielle Vorbestellungen nimmt das Unternehmen erst Ende April entgegen. Man rechne zum Start mit rund 10 000 Applikationen ("Apps"). Auch für die Medien soll das WePad eine Alternative zur geschlossenen Apple-Welt und der Download-Plattform iTunes sein.

Anders als Apple will Neofonie die Verlage am Geschäft stärker beteiligen, wieviel stärker verschwieg Ankershoffen. Während Plattformen wie iTunes und Amazon Kindle die Medien in die Rolle des reinen Inhalte-Lieferanten dränge, sollen sie mit der Neofonie-Plattform WeMagazine Zugang zum Leser behalten. Neofonie gibt den den Verlagen das Recht, frei über Inhalte zu entscheiden. Der Konzern Gruner + Jahr ("Stern") will als erste den "eStern" anbieten, auch Ringier aus der Schweiz ist mit der "Schweizer Illustrierten" und dem Magazin "Cicero" dabei, später soll das Boulevardblatt "Blick"-folgen. Auch Axel Springer ("Bild") hat Interesse angemeldet.

Offen ist, ob Neofonie an den Marketing-Erfolg des US-Konkurrenten anknüpfen kann. Wie etwa mit dem iPhone, konnte Apple den iPad lange vor dem Verkaufsstart als Kultobjekt platzieren. Doch Ankershoffen gab sich zuversichtlich über den eigenen Erfolg: "Es gibt viel mehr Nutzer als Apple-Nutzer." (dpa/pw)

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