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Open-Source-Verfechter kritisiert Cisco

18.01.2007 | 12:56 Uhr |

Ein Verfechter der Open-Source-Bewegung behauptet, dass Cisco-Tochter Linksys mit seinem iPhone die Nutzungsbedingungen von Linux verletzt.

Arminjn Hemel, Betreiber des Projektes GPL-Violations.org , kritisiert, dass Linksys nicht den kompletten Quellcode der Software veröffentlicht habe, die es fĂŒr sein iPhone benutzt. Damit verstoße das Unternehmen gegen die Nutzungsbedingungen (General Public License) des Open-Source-Betriebssystem Linux. Diese sehen nĂ€mlich vor, dass Entwickler sĂ€mtliche Teile von selbst geschriebenem Quellcode veröffentlichen mĂŒssen.

Hemel sagte der Macworld , dass Linksys den Quellcode von vielen Programmteilen der iPhone-Software nicht veröffentlicht habe. Auch die Software anderer Produkte habe das Unternehmen nicht vollstÀndig offengelegt. Nach einem Telefonat im Oktober 2006 habe Cisco bei der Software von einigen Produkten nachgebessert, die iPhone-Software lÀge allerdings immer noch nicht als Quellcode vollstÀndig vor.

Nachdem Cisco Apple wegen der Namensrechte fĂŒr das iPhone verklagt hat, beschloss Hemel, mit seinen VorwĂŒrfen an die Öffentlichkeit zu gehen. "Das ist eine Doppelmoral", kritisierte Hemel die Cisco-FĂŒhrung.

Allerdings ist Cisco mit seinen VerstĂ¶ĂŸen nicht allein. Das Projekt GPL-Violations hat bislang rund 100 VerstĂ¶ĂŸe gegen die Nutzungsbedingungen von Open-Source-Software verfolgt.

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