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Opera stellt seine kostenlose VPN-App ein

18.04.2018 | 09:38 Uhr | Halyna Kubiv

Nach rund zwei Jahren hat der norwegische Entwickler seine kostenlose VPN-App "Opera VPN" eingestellt.

Update vom 18.04.2018:

Aus: Opera stellt seine VPN-App f├╝r Android und iOS ein. Ende April schlie├čt ebenso der Service Operas VPN Gold, f├╝r den der norwegische Hersteller 30 US-Dollar im Jahr berechnet hatte und der Zugriff auf doppelt so viele Regionen bei h├Âheren Geschwindigkeiten bot als die kostenlose Version. Abonnenten sollen nun zur VPN-Plattform SurfEasy Ultra wechseln, die normaler Weise 12 US-Dollar im Monat kostet, Kunden von Opera bekommen erst einmal einen 80-prozentigen Rabatt.

Als Alternative k├Ânnen Sie unsere eigene VPN-App ausprobieren, eine App ist f├╝r iOS und Android verf├╝gbar, vor dem Kauf k├Ânnen Sie die App ausgiebig testen.

Urspr├╝ngliche Meldung vom 10.05.2018:

Laut einer Auswertung von Opendatacity sind sechzig Prozent der 1000 Top-Videos in Deutschland auf Youtube gesperrt. Die Auswertung stammt von 2013, die Ordnungsgr├Â├če sollte auch Mitte 2016 stimmen. Nicht umsonst tummeln sich im Internet zahlreiche Ratgeber und Tipps, wie man denn die l├Ąstige Gema-Sperre hierzulande umgeht. Grunds├Ątzlich geht dies per VPN-Verbindung. Die Anfrage wird zu einem Zwischen-Server in einem anderen Land umgeleitet, wo es das Video nicht mehr gesperrt ist, die Daten von diesem Proxy-Server gelangen dann auf das Ger├Ąt des Nutzers.

Hier gibt es einen weiteren Haken: Die VPN-Services sind nicht kostenlos, die meisten Anbieter verlangen eine monatliche oder einmalige Geb├╝hr f├╝r die Nutzung, einige blenden dem Nutzer beim Surfen Werbung ein. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt hier Opera: Seit heute ist im App Store die neue App des Browser-Herstellers " Opera VPN " erh├Ąltlich. Die App bringt Funktionen, die der Name bereits suggeriert: eine gesicherte VPN-Verbindung ins Netz, was insbesondere bei┬á ├Âffentlichen WLAN-Spots n├╝tzlich ist. Als Standort l├Ąsst sich in den Einstellungen aktuell Kanada, Deutschland, Niederlande, Singapur und die Vereinigten Staaten ausw├Ąhlen. Die Installation und Einrichten der App ist denkbar einfach: App auf dem iPhone oder iPad installieren, danach bittet Opera VPN um Erlaubnis, ein VPN-Profil auf dem iOS-Ger├Ąt zu installieren. Stimmt der Nutzer dem zu, wird das Opera-Profil in der Einstellungen-App sichtbar, die App errichtet seine Dienste wie beschrieben ÔÇô sperrt unerw├╝nschte Werbung, blockiert Tracker und schaltet die vormals gesperrten Youtube-Videos frei . Die App selber braucht man danach eigentlich nicht mehr, vielleicht nur zu den Auswertungszwecken, wie viele Tracker bisher blockiert wurden. Das Surfen und Video-Schauen funktioniert wie gewohnt per Safari und Youtube. L├Âscht man die App, verschwindet das VPN-Profil aus den Einstellungen automatisch. Man spart sich auch hier den Aufwand.

Und das Gesch├Ąftsmodell?

Es durfte sich bereits herumgesprochen haben, dass es nichts Kostenloses gibt. Die Kollegen der PC-World haben bei Opera nachgefragt, wie denn mit dem Gesch├Ąftsmodell der neuen App aussieht. Die Tochterfirma aus Kanada ÔÇô SurfEasy, die die VPN-Dienste eigentlich anbietet ÔÇô antwortete sinngem├Ą├č: "W├Ąhrend Opera VPN komplett frei f├╝r den Nutzer ist, nutzen wir anonymisierte Auswertungen basierend auf dem Nutzerverhalten. Diese Daten k├Ânnen wir den Partnern zur Verf├╝gung stellen, die an dem mobilen ├ľkosystem und dessen Entwicklung interessiert sind". Laut Datenschutzbestimmungen der Opera-VPN-App sammelt der Dienst die besuchten Webseiten, IP-Adressen, Ger├Ąte-Typ, Browser-Version und Betriebssystem-Version (Principle 4 - Limiting Collection in den Datenschutzrichtlinien). Gegen├╝ber The Verge hat Opera angegeben, dass der Dienst aktuell keine Werbung ├╝ber die App plane.

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