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Oprah Winfrey sagt eine Doku für Apple TV+ ab

13.01.2020 | 10:00 Uhr | Halyna Kubiv, Peter Müller

Ein Monat nach der Bekanntgabe des neuen Projekts hat sich Oprah Winfrey aus der Produktion der Missbrauch-Dokus zurückgezogen.

Update 13. Januar 2020:

Rückzug : Oprah Winfrey hat sich als ausführende Produzentin einer bisher namentlich noch nicht bekannten Apple-TV+-Dokumentation über sexuelle Belästigung im Musikgeschäft zurückgezogen – kurz vor der für Ende des Monats auf dem Sundance-Filmfestival geplanten Premiere. Zur Begründung führte die Moderatorin künstlerische Differenzen an – nach ihrem Dafürhalten ist der Film noch längst nicht fertig. Vor allem den Opfern sollte er nach Ansicht Winfreys mehr Raum geben, berichtet Cnet. Den Film verantworten  Kirby Dick und Amy Ziering, deren Dokumentation über sexuelle Belästigung in der US-Army im Jahr 201 für einen Oscar nominiert war. "Der Film ist ein Leuchtturm der Hoffnung für Stimmen, die lange Zeit unterdrückt wurden, und eine Inspiration für jeden, der seine persönliche Kraft wiedergewinnen möchte", erklärten Dick und Ziering. "Wir sind zwar enttäuscht, dass Oprah Winfrey nicht mehr als ausführende Produzentin an dem Projekt beteiligt ist, aber wir sind dankbar, dass Winfrey unmissverständlich gesagt hat, dass sie an die Überlebenden des Films glaubt und sie unterstützt."

Ursprüngiche Meldung vom 5. Dezember 2019: Oprah Winfrey wird für Apple TV+ eine Dokumentation über sexuellen Missbrauch in der Musikindustrie produzieren, die im kommenden Jahr im Streamingdienst zu sehen sein wird, berichtet Variety . Die Filmemacher Kirby Dick und Amy Ziering zeichnen für das Projekt verantwortlich, das sich um eine ehemalige Managerin aus der Musikindustrie dreht, die mit sich ringt, ob sie mit ihrer Geschichte über Belästigung und Missbrauch durch eine prominente Person aus der Musikbranche an die Öffentlichkeit gehen soll.

Mehr Details zu den Inhalten sind nicht bekannt, die Dokumentation soll nach "Variety" eine "tiefgründige Studie über Gender, Abstammung, gesellschaftliche Position" sein, dazu soll der Film die Folgen beleuchten, die solche Übergriffe auf die Opfer und auf die Gesellschaft im Allgemeinen haben.

Die beiden Regisseure Dick und Ziering haben bereits eine Doku zusammen gedreht: Für "Invisible Wars" ("Unsichbare Kriege") über Vergewaltigungen in US-Armee wurden die beiden 2013 für einen Oskar nominiert. Einer der Nachfolge-Projekte "Bleeding Edge" behandelt Korruption in der Branche der medizinischen Geräte.

Für Oprah Winfrey ist das neue Doku bereits das dritte Projekt für das Apple TV+. Ihre Literatur-Sendung "The Book Club" ist bereits auf dem Kanal von Apple angelaufen. Kurz nach der Keynote im März wurde bekannt gegeben, dass die US-Amerikanische Moderatorin zusammen mit Prinz Harry eine Doku-Reihe über die mentale Gesundheit drehen werden.

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