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Holo-Disk mit 500 Gigabyte in Arbeit

28.04.2009 | 10:10 Uhr |

General Electric spricht von einem Durchbruch bei optischen Speichermedien: Bald sollen 500 GB auf eine Disc passen.

Der US-Konzern General Electric ( GE ) hat einen Durchbruch bei der Entwicklung von holographischen Speichermedien gemeldet. Wie die "New York Times" berichtet, wollen die Entwickler bereits 2012 eine entsprechende Disk mit einer Speicherkapazit├Ąt von 500 Gigabyte auf den Markt bringen. Auf dem Layer werden Daten als Hologramm abgelegt. Die Laufwerke k├Ânnten jedoch angeblich so konstruiert werden, dass sie abw├Ąrtskompatibel sind und auch Blu-ray-Disks, DVDs und CDs lesen, hei├čt es vonseiten des Unternehmes.

Die Wissenschaftlerin Susanne Orlic vom Institut f├╝r Optik an der Technischen Universit├Ąt Berlin teilt die Zuversicht der GE-Techniker nicht. "Keiner wei├č im Moment, wie es in den n├Ąchsten Jahren weitergeht. Durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise liegen im Moment alle Projekte in dieser Richtung auf Eis", sagt Orlic im Gespr├Ąch mit pressetext. Die Forscherin hat bereits einige Erfahrung bei der Entwicklung optischer Speichermedien vorzuweisen. Bereits 2007 meldete die TU Berlin die Entwicklung eines Verfahrens, mithilfe dessen 500 Gigabyte auf einer Disk abgespeichert werden k├Ânnen. Diese Microholografie wird auch von GE verwendet, allerdings seien die Hologramme deutlich gr├Â├čer als jene, die an der TU Berlin entwickelt wurden, betont Orlic (das Institut f├╝r Optik hatte im Jahr 2001 gemeldet , dass schon "bald" CDs mit einer Kapazit├Ąt von 150 GB entwickelt werden sollen).

Vorerst sollen die holografischen Disks f├╝r industrielle Anwendungen zur Verf├╝gung stehen und danach auf den Endkundenmarkt kommen. GE selbst will die Entwicklung nun an Hersteller optischer Medien und Laufwerke lizenzieren und nicht selbst als Produzent auftreten. Das k├Ânnte allerdings im Moment schwierig sein, merkt Orlic an. Die Systemhersteller ├╝ben sich derzeit in Zur├╝ckhaltung bei der Entwicklung von neuen Technologien. Au├čerdem liege die Einf├╝hrung der Blu-ray-Disk noch nicht so lange zur├╝ck. Hier m├╝sse erst die Entwicklung refinanziert werden, was noch einige Zeit dauern kann, so die Wissenschaftlerin.

Langfristig ist der Schritt zur vierten Generation bei optischen Speichermedien jedoch notwendig. "Wir brauchen k├╝nftig Datentr├Ąger, die einige hundert Gigabyte, wenn nicht Terabyte speichern k├Ânnen. Die Blu-ray-Disk ist mit 25 bis 50 Gigabyte zu klein", sagt Orlic. Ihr Team sei bereit, die Technologie in die Endentwicklung zu bringen, einige Verbesserungen im Bereich der Photopolymere sowie beim Grundmaterial seien noch n├Âtig. Prognosen, bis wann die Technik marktreif sein werde, will die Forscherin nicht abgeben. "Es ist notwendig, dass sich gro├če Unternehmen dem Thema annehmen und die Technologie auf den Markt bringen. Im Moment tut das jedoch einfach niemand", so Orlic abschlie├čend gegen├╝ber pressetext. (pte)

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