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Originalschrift mit Ungereimtheiten

25.07.2009 | 00:00 Uhr

Originalschrift mit Ungereimtheiten

Zunächst wurden die beiden Originale von DIN 1451, Engschrift und DIN 1451 Mittelschrift, analysiert. Dabei stellte Akira Kobayashi fest, dass bestimmte Buchstaben inkonsistent waren, also in der DIN 1451 Mittelschrift und DIN 1451 Engschrift verschiedene Formen aufwiesen.

Vor der Erweiterung von DIN Next zu einer Schriftfamilie mit 7 Strichstärken (Ultra Light bis Black) mussten diese Ungereimtheiten ausgeglichen werden.

Während des Gestaltungsprozesses wurden ferner diverse zusätzliche Funktionen eingebaut, unter anderem Kapitälchen und Mediävalziffern.

Auch gibt es eine Anzahl von Alternativzeichen:

1. Das große C und das große G ist in 2 Formen verfügbar: jeweils eins mit flachen und eins mit diagonalen Abschlüssen.

2. Das große I kann mit oder ohne Serifen gesetzt werden.

3. Für das kleine a gibt es eine offene Version, ähnlich wie bei der Futura.

4. Auch das kleine q hat eine Variante, deren Unterlänge mit einem Aufstrich abschließt.

5 . Das alternative ß wirkt wie eine Kombination aus einem langen s und einem langen z. Diese historische Buchstabenform wird auf Straßenschildern in Westberlin benutzt.

6. Von der 1 gibt es eine Version mit Basisserife.

7. Die 6 und die 9 haben abgerundete Varianten.

8. Von der 0 gibt es auch eine durchgestrichene Form.

9. Die 7 und das große Z haben Varianten mit Querstrichen in der Diagonale, wie sie in der deutschen Handschrift üblich sind.

Alle Schnitte der DIN Next kommen in jeweils drei Varianten als Regular, Italic und Condensed. Ferner schließt die Schriftfamilie eine "abgerundete" Version (DIN Next Rounded) ein, sodass sie sich insgesamt aus 25 Schriften zusammensetzt. DIN Next ist Bestandteil der Linotype Platinum Collection.

Vergrößern
© Linotype

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