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PCI Express 2.0: Bald stehen die Standards, die Zukunft kann kommen

11.10.2006 | 16:44 Uhr |

60 Tage haben Hersteller jetzt noch Zeit, gegen die beschlossenen Spezifikationen des PCI-Express-Nachfolgers mit der Versionsnummer 2 Einspruch zu erheben.

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Am Montag hat die PCI-SIG (Special Interest Group) die Details der neuen Schnittstelle ver√∂ffentlicht, das Industriekonsortium zeichnet f√ľr die Standardisierung verantwortlich. PCI Express 2 verspricht nicht nur mehr Geschwindigkeit, sondern auch mehr Erweiterungsm√∂glichkeiten durch zus√§tzliche Prozessoren und √ľber Kabel verbundene Ger√§te. Vor allem aber schafft die Schnittstelle die Voraussetzungen, um Hardware reibungsloser in Virtualisierungsumgebungen integrieren zu k√∂nnen.

W√§hrend PCI-Express in immer mehr Computern Eingang findet und st√§ndig neue Hersteller die Schnittstelle unterst√ľtzen, arbeiten die Erfinder bereits am Nachfolger. Version 2 soll bis zu f√ľnf Gigabit pro Sekunde durch jede serielle Verbindung jagen, die doppelte Datenmenge des Vorg√§ngers, erkl√§rt News.com . Da High-End-Grafikkarten, die solche √úbertragungsraten in Zukunft ausnutzen k√∂nnten, immer mehr Leistung aufnehmen, sehen die Spezifikationen pro Schnittstelle gar bis zu 300 Watt Leistungsaufnahme vor. Neue Ger√§te werden sich zudem nicht nur √ľber Slots mit dem Mainboard verbinden lassen, sondern auch √ľber bis zu 10 Meter lange Kabel, die Transferraten von bis zu 2,5 Gigabyte pro Sekunde schaffen sollen - der Anschluss von Erweiterungsgeh√§usen soll damit kein Problem mehr sein. Zwei weitere Neuerungen k√∂nnten die Zukunft des PCs nachhaltig beeinflussen. PCI Express 2 wird eine Intel-Technik mit dem Codenamen Geneseo unterst√ľtzen, mit deren Hilfe sich Ko-Prozessoren auf Erweiterungskarten in die PCI-Express-Schnittstelle stecken und mit dem Hauptprozessor verbinden lassen. Jeder soll leicht zus√§tzliche Prozessoren einbauen k√∂nnen, die sich um spezifische Aufgaben k√ľmmern, etwa um das Rendern von Grafiken oder die Anwendung physikalischer Gesetze in Spielen. AMD entwickelt indes eine konkurrierende Technik mit dem Namen "HyperTransport", diese setzt aber mit "Torrenza" auf eine direkte Anbindung an den Frontsidebus - √ľber spezielle Sockel. F√ľr leistungsf√§higere Virtualisierungsumgebungen soll schlie√ülich die Funktion Input-Output Virtualization (IOV) sorgen: √Ąhnlich die Vanderpool-Technik, die auf Intels Core-Prozessoren den Zugriff verwaltet, soll sie den direkten Zugriff virtueller Systeme auf Erweiterungskarten in PCI-Express-Slots system√ľbergeifend regeln. PCI Express 2 soll noch 2007 Marktreife erlangen.

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