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Parallels Desktop 15: Erstmals DirectX 11 für die Windows-Clients

13.08.2019 | 09:01 Uhr | Stephan Wiesend

Die neue Version Parallels 15 unterstützt dank DirectX 11 aktuelle Versionen von CAD- und CAM-Lösungen – und nicht zuletzt mehr Spiele.

Für einige Windows-Programme gibt es leider noch immer keine Mac-Alternative, hier haben sich Virtualisierungs-Anwendungen wie Parallels bewährt. Gegenüber Bootcamp bietet ein solches „Huckepack-System“ viele Vorteile, kann man doch damit Windows-Apps parallel zu Mac-Apps nutzen und spart viel Speicherplatz. Die neue Version von Parallels Desktop 15 bietet außerdem viele Komfortfunktionen und bekam in der aktuellen Version wichtige neue Features. Interessant ist vor allem eine verbesserte Grafikleistung.

DirectX 11

Hohe Grafikleistung ist eigentlich nicht die Stärke einer Virtualisierungssoftware. Nicht wenige Anwender nutzen aber Parallels für Spiele, viele für Profi-Grafikanwendungen aus dem CAD- und CAM-Bereich. Wie seine Konkurrenten Vmware Fusion und Virtual Desktop unterstützte Parallels bis Version 14 allerdings nur DirectX 10, was die Kompatibilität mit neueren Grafikprogrammen stark beeinträchtige – so setzt Autodesk 3ds Max 2020 DirectX 11 zwingend voraus. Erstmals unterstützt aber nun Parallels 15 DirectX 11, wodurch nun wieder Programme wie, Lumion, ArcGIS Pro 2.3 und Master Sieres genutzt werden können. Aber auch andere Programme profitieren davon, zahlreiche Spiele wie "Anno 2205", "Frostpunk" und "Age of Empires: Definitive Edition" werden sogar erstmals nutzbar. Neu ist außerdem der Wechsel zu Metal, auch DirectX 9 und DirectX 10 basieren jetzt nicht mehr auf dem obsoleten OpenGL, sondern auf der neuen Apple-Schnittstelle. Besonders performant soll die Grafik übrigens unter macOS Catalina arbeiten.

Unterstützung von Catalina

Kurz nach der Veröffentlichung von macOS Catalina soll man das neue System als virtuelles System nutzen können – bisher gibt es noch einige Probleme, etwa mit der Nutzung unter Catalina als Host-System. Parallels verspricht aber Kompatibilität mit Catalina kurz nach Erscheinen der Finalversion.

Sidecar

Auch Sidecar soll unter Catalina von Parallels unterstützt werden: Man kann dann etwa eine Windows-App auf seinem iPad nutzen und etwa mit dem Apple Pencil Windows-Apps wie Corel Painter und Express bedienen.

Spiele und Performance

Dank DirectX-11-Unterstützung werden mehr Spiele unterstützt, laut Parallels verbessert sich auch die Grafikleistung. Laut Parallels sind 3D-Grafiken bis zu 15 Prozent schneller. Aber auch Microsoft Office-Anwendungen sollen um bis zu 80 Prozent schneller starten.

Mehr Bluetooth-Geräte

Neu ist die Unterstützung von Bluetooth LE, wodurch mehr Bluetooth-Geräte unter Windows verwendbar sind: Etwa Logitech Craft, IRISPen,  Xbox-Controller und Geräte aus dem IoT-Bereich.

Bessere E-Mail-Unterstützung

Offenbar nutzen viele Parallels-Nutzer einen Windows-E-Mail-Client (vermutlich Outlook), die Integration wurde deshalb verbessert. Man kann etwa nun Dateien über das Freigabemenü des Finders mit Mail oder Outlook unter Windows versenden.

vTPM

Die beiden Pro-Versionen Desktop Pro und Business Edition bieten zudem erstmals ein Virtual Trusted Platform Module auch vTPM. Dabei handelt es sich um eine spezielle Sicherheitsfunktion für Unternehmen, das für manche Unternehmensanwendungen zwingend vorausgesetzt wird. Auch Bitlocker kann man nun aktivieren und eine sichere Version von Windows Hello verwenden.

Preise

Wie bisher gibt es eine uneingeschränkt lauffähige Standard-Version von Parallels, die für 100 Euro zu haben ist. Die beiden Versionen Parallels Desktop Pro und die Business Edition bieten weitere Funktionen und kosten 100 Euro pro Jahr. Ein Upgrade auf Parallels 15 ist für 50 Euro bzw. von der Standard auf die Abo-Version für 50 Euro pro Jahr zu haben.

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