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Parallels Desktop 16: Windows unter macOS Big Sur

11.08.2020 | 09:05 Uhr | Stephan Wiesend

Die neueste Version der Virtualisierungssoftware Parallels Desktop ist mit macOS Big Sur kompatibel, was offenbar 25 ÔÇ×MannjahreÔÇť in Anspruch nahm.

F├╝r die Nutzung von Windows am Mac ist die Virtualisierungssoftware Parallels Desktop eine sehr beliebte L├Âsung. Ab sofort ist die neue Version Parallels Desktop 16 verf├╝gbar, die bereits an das kommende macOS Big Sur angepasst wurde. Eine Virtualisierungssoftware wie Parallels Desktop erm├Âglicht die Installation von Windows und anderen Betriebssystemen am Mac und erm├Âglicht etwa auch das Testen von neuen macOS-Versionen wie Big Sur. Viele Mac-Anwender nutzen Parallels und die Konkurrenten VMware und Virtual Box beispielsweise f├╝r Spezialtools oder Finanzprogramme, die nicht unter macOS verf├╝gbar sind.

Kompatibel mit Big Sur, keine Informationen zu Apple Silicon

Eine der aufwendigsten Neuerungen war offensichtlich die Anpassung an Big Sur: Laut Parallels haben 25 Entwickler ein Jahr an dem Update gearbeitet. Unter anderem nutzt Parallels unter Big Sur keine Kernel Extensions mehr, sondern native Systemerweiterungen. Erstmals kann man etwa in einer virtuellen Version von Big Sur Metal-Programme 3D-Funktionen verwenden, was die Nutzbarkeit vieler Mac-Programme deutlich verbessert.

Bessere Performance

Verbessert hat Parallels ebenso die Performance: Die seit der Vorversion unterst├╝tzte Grafikbibliothek DirectX11 soll um bis zu 20 Prozent schneller geworden sein, Open GL wurde ebenfalls weiter optimiert. Der Start einer virtuellen Maschine erfolgt laut Hersteller bis zu doppelt so schnell wie bei der Vorversion, das Herunterfahren und erneute ├ľffnen von Windows soll bis zu zwanzig Prozent schneller erfolgen.

Neue Funktionen

Zu den wichtigsten neuen Funktionen geh├Ârt neben vielen kleine Verbesserungen eine automatische Speicherplatzfreigabe: Man kann eine virtuelle Maschine so einstellen, dass beim Herunterfahren automatisch Speicherplatz freigegeben wird ÔÇô┬á┬áin der Praxis k├Ânnen dies schnell einige Dutzend Gigabyte sein. Neu ist au├čerdem die Unterst├╝tzung von Multitouch-Gesten f├╝r Windows-Anwendungen, ein verbesserter integrierter Druckertreiber unterst├╝tzt au├čerdem nun beidseitiges Drucken und mehr Papierformate. Gut f├╝r Macbook-Nutzer: Aktiviert man den Reisemodus verbraucht Parallels weniger Akkukapazit├Ąt, laut Hersteller kann dies die Akkulaufzeit um bis zu zehn Prozent verl├Ąngern. Verbessert wurde der Installationsassistent: Ist kein Windows installiert, bietet Parallels Desktop an, Windows 10 bei Microsoft als Demoversion herunterzuladen und zu installieren. Der vorherige Kauf von Windows 10 ist nicht erforderlich. Eine interessante neue Funktion bei den Versionen Business und Pro ist die M├Âglichkeit, eine virtuelle Maschine f├╝r die ├ťbertragung vorzubereiten. Diese kann man als komprimierte Datei exportieren und eine virtuelle Maschine etwa f├╝r Firmenangeh├Ârige bereitstellen.

Versionen und Preise

Wie bisher ist Parallels Desktop in drei Versionen verf├╝gbar: Desktop, Desktop f├╝r Mac Pro und Desktop f├╝r Mac Business Edition. Die Standard-Version kostet 80 Euro pro Jahr, die Pro Edition und Business-Edition 100 Euro pro Jahr. Die Standard-Version ist als einzige auch als unbefristete Lizenz zu haben und kostet dann 100 Euro. Ein Upgrade von einer fr├╝heren Version ist f├╝r 50 Euro zu haben.

Zus├Ątzlich zur neuen Parallels-Version gibt es neue Versionen von Parallels Toolbox und Parallels Access , die wir bereits vor kurzem vorgestellt haben. Bei den Abo-Versionen geh├Âren die Tools zum Lieferumfang.

Kompatibilit├Ąt mit Apple Silicon

Zu der Kompatibilit├Ąt mit Apple Silicon gab es von Parallels bisher keine neuen Informationen. Kurz nach der WWDC hatte Parallels zu diesem Thema eine Stellungnahme ver├Âffentlicht, die aber noch viele Fragen offen lie├č. Bei der Pr├Ąsentation von Apples neuer ARM-Plattform war zwar Parallels unter Silicon zu sehen, allerdings mit einem Linux-System. Noch unklar ist deshalb die Unterst├╝tzung von Windows-Gastsystemen. Auf unsere Nachfrage wurde uns best├Ątigt, das Parallels mit Apple eng zusammenarbeitet, aktuell aber keine n├Ąheren Angaben gemacht werden d├╝rfen.

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