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Paypal zwingt Safari-Anwender zum Umstieg

18.09.2008 | 13:23 Uhr |

Der eBay-Bezahldienst Paypal will die Nutzer von Safari dazu zwingen, einen anderen Browser zu verwenden. Der Grund: Safari hat keinen Phishingfilter

Zu Beginn des Jahres hatte Paypals Sicherheitsbeauftragter in einem Interview bereits vor der Benutzung von Safari gewarnt , jetzt richtet sich die eBay-Tochter an alle Anwender und macht die Schotten dicht: Mit dem Apple-Browser Safari 3 sollen sie ihre EinkÀufe nicht mehr bezahlen - beim Versuch werden sie aufgefordert, Microsofts Internet Explorer oder Firefox zu verwenden.

Unter Safari 3 ist es schwierig geworden, seine eBay-EinkĂ€ufe mit dem Bezahlsystem Paypal zu bezahlen: "Safari 3.0 wird fĂŒr die Kaufabwicklung nicht unterstĂŒtzt", behauptet der Dienstleister und verlangt einen anderen Browser. Wer die Aufforderung mit OK quittiert, fliegt raus - nur wer auf Abbrechen drĂŒckt, kann in einem zweiten Anlauf und auf Umwegen noch mit dem Apple-Browser zahlen. Vor diesem hatte das Unternehmen bereits im Februar gewarnt . Sowohl der Internet Explorer ab Version 7 als auch Firefox 3 zeigen Anwendern in Signalfarben an, ob sie einer Seite vertrauen können.

Apples Browser hingegen besitzt keinen Phishing-Filter und weiß nicht, was ein Extended Validation (EV)-Zertifikat ist: Solch ein X.509 SSL-Zertifikat, dessen Vergabe an strenge Regeln gebunden ist, soll Phishing auf verschlĂŒsselten Seiten verhindern. Beim Phishing locken Gauner unbedarfte Anwender auf eine falsche Seite, die dem Original tĂ€uschend Ă€hnlich sieht, und entlocken ihm dort Passwörter und andere sicherheitsrelevante Informationen wie Konto- und Kreditkartennummern. Auf die VorwĂŒrfe Paypals hat Apple bislang nicht geantwortet - bei den Maßnahmen gegen Phishing setzt der Hersteller bislang noch auf Handarbeit .

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