2480410

Pensacola-Fall: Apple weist Vorwürfe des Generalstaatsanwalts zurück

14.01.2020 | 09:30 Uhr | Peter Müller

Strafverfolger wollen wieder an iPhone-Daten. Apple unterstützt die Behörden, zieht aber klare Grenzen.

Der Fall um die tödliche Schießerei in Pensacola , Florida, bei der der Täter zwei iPhones in seinem Besitz hatte, welche der Staatsanwalt gerne auslesen würde, eskaliert allmählich. Der US-Generalstaatsanwalt William Barr wirft Apple vor, bei der Aufklärung des "terroristischen Akts" keine "substantielle Hilfe" gegeben zu haben. Apple widerspricht der Darstellung und stellt klar, man habe den Strafverfolgungsbehörden auf Anordnung hin alle Daten übermittelt, auf die man Zugriff habe.

Am 6. Januar sei die erste Anordnung in Cupertino eingegangen, am 8. Januar habe man dann von einem zweiten iPhone erfahren. Bei den Daten handelt es sich um solche, die auf Apples Servern gespeichert sind, die Ermittler hätten aber gerne Zugriff auf die gesperrten Geräte des getöteten Attentäters, eines Angehörigen des saudi-arabischen Militärs, der an einer Fortbildung auf dem Luftwaffenstützpunkt teilnahm. Apple hat aber bereits deutlich gemacht , keine Hintertür für iOS programmieren zu können und zu wollen, über die ein Zugriff auf verschlüsselte Daten möglich würde.

Microsofts CEO Satya Nadella hat vor Reportern in New York zwar die Idee einer Hintertür zur Umgehung einer Verschlüsselung als schlecht bezeichnet, Apple in dem neuen Streit mit den Behörden aber nicht wirklich unterstützt. Man könne auf beiden Seiten keine unverrückbaren Positionen einnehmen, Firmen sollten sich aber nicht grundsätzlich verweigern. Letztlich sei alles eine Frage der Gesetzgebung in einer Demokratie, ein technischer Ausweg könnte treuhänderisch verwaltete Schlüssel sein.

Macwelt Marktplatz

2480410