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Pentax stellt seine erste Vollformat-Kamera vor

18.02.2016 | 13:02 Uhr | Markus Schelhorn

Mit der K-1 stellt Pentax nun offiziell seine erste Vollformat-Kamera vor. Kann sie ihren Platz neben der starken Konkurrenz von Canon, Nikon und Sony finden? Wir zeigen, was die Kamera bietet

Inoffizielle Hinweise auf die erste Vollformat-Kamera von Pentax hat es seit lĂ€ngerem gegeben. Und jetzt stellt der Hersteller seinen neuen Boliden Namens Pentax K-1 offiziell vor. Vollformat steht dabei fĂŒr das aus analogen Zeiten stammende 35-mm-Filmformat, das Leica erfunden und zu seinem Erfolg verholfen  hat. Gemeint ist bei den digitalen Enkeln dieser Kameras die GrĂ¶ĂŸe des Bildsensors statt der FlĂ€che des zu belichtenden Films: Der CMOS-Sensor der Pentax K-1 betrĂ€gt 35,9 x 24,0 mm und löst effektiv 36,4 Megapixel auf. Alle technischen Details finden Sie auf der Produkt-Seite von Pentax .

Pentax K-1 mit Batteriegriff
VergrĂ¶ĂŸern Pentax K-1 mit Batteriegriff
© Pentax

So will sich die Pentax K-1 von Canon, Nikon und Co abheben

Die Vollformat-Konkurrenz, dominiert von Canon und Nikon , ist stark und in Fotografen-Kreisen seit Jahren etabliert – auch bezĂŒglich des Angebots an Objektiven und Zubehör. Und erst vor kurzem hat Canon und Nikon seine neuen Flaggschiffe seiner Vollformat-Spiegelreflexkameras vorgestellt, die Canon EOS-1D X Mark II ( siehe unsere Meldung ) respektive Nikon D5 vorgestellt. Mit folgenden Punkten möchte die Pentax K1 der Konkurrenz Paroli bieten:

Der Preis: Mit einigen Merkmalen möchte Pentax dagegen halten. Da ist zunĂ€chst der fĂŒr eine Vollformat-Kamera vergleichsweise gĂŒnstige Preis: Denn den Body der Pentax K-1 wird es ab April fĂŒr die unverbindliche Preisempfehlung von 1.999 Euro geben, der Straßenpreis dĂŒrfte dann erfahrungsgemĂ€ĂŸ einiges niedriger sein. Passend dazu gibt es zur gleichen Zeit den Batteriegriff D-BG6 fĂŒr 249 Euro.

Die Ausstattung : Mit gleichen oder weniger Ausstattungsmerkmalen braucht die Pentax K-1 erst gar nicht in den Ring steigen. Und so hat Pentax seinem neuen Boliden so einiges spendiert: Der Bildsensor bietet eine Empfindlichkeit bis ISO 204.800, der TTL-Glasprisma-Sucher deckt 100 Prozent des Bildfelds ab und der Verschluss soll fĂŒr mindestens 300.000 Auslösungen halten. Zudem ist WiFi und GPS eingebaut, dafĂŒr zahlt man bei anderen Vollformat-Kameras fĂŒr Erweiterungsmodule krĂ€ftig Aufpreis. DafĂŒr ist die Video-Funktion nur eine PflichtĂŒbung: Die Kamera unterstĂŒtzt eine Full-HD-Auflösung mit maximal 60 Bildern pro Sekunde. Eine Buchse fĂŒr ein externes Mikro ist vorhanden.

Das GehĂ€use : Der fĂŒr eine Vollformat-Kamera kompakt gebaute Body bietet erstmals in einer Pentax-Kamera eine 5-Achsige Bildstabilisierung, die eine Belichtungssicherheit von bis zu 5 Blendenstufen bieten soll. Zudem soll das GehĂ€use auch Mistwetter aushalten: Es ist dank 87 Dichtungen staub- und wetterfest – zudem von Pentax garantiert bis Minus 10 Grad einsetzbar.

Die Bedienbarkeit : Per Funktionswahlrad und Steuerrad lassen sich verschiedene Funktionen direkt anwĂ€hlen (Smart Function). Und neben zahlreichen Optionen fĂŒr die individuelle Bedienung (anpassbares SchnellmenĂŒ) bietet die Kamera fĂŒnf „USER“-Einstellungen. Das Display lĂ€sst sich zudem schwenken (90 Grad nach oben, 45 Grad nach unten und 35 Grad zu den Seiten). Das ist gerade bei Vollformat-Kameras nicht selbstverstĂ€ndlich.

Pentax K-1 mit schwenkbaren Display
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© Pentax

Die Objektivauswahl ist der Schwachpunkte der Pentax K-1

Etablierte Vollformat-Kameras haben den Vorteil einer deutlich grĂ¶ĂŸeren Auswahl von passendem Zubehör. Das dĂŒrfte zumindest fĂŒr die Anfangszeit auch die grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che der Pentax K-1 sein. Die Pentax K-1 nimmt Objektive mit dem Pentax K-Bajonett auf. Die DFA-Baureihe ist optimal auf die Erfordernisse einer 35 mm Vollformatkamera abgestimmt. Aus dieser Serie stehen bereits 12 Pentax-Objektive im Brennweitenbereich von 15 mm - 450 mm zur VerfĂŒgung, darunter allerdings fĂŒnf in die Jahre gekommene FA-Objektive.

Ein Novum: An der Pentax K1 kann man auch Objektive verwenden, die fĂŒr den kleineren APS-C-Sensor gebaut sind. Die Pentax K-1 schaltet dann automatisch in einen APS-C-Modus um, bei dem die Auflösung auf 16 MP sinkt.

Per Adapter lassen sich Ă€ltere Objektive weiter verwenden. Das erweitert zwar das Angebot an verwendbaren Objektiven. Dennoch ist das Angebot an Original- und Drittobjektiven beispielsweise von Zeiss, Tamron oder Sigma fĂŒr die Vollformat-Kameras von Canon, Nikon und Sony deutlich grĂ¶ĂŸer.

Neue Pentax-Objektive

Zeitgleich hat Pentax zwei neue Zoomobjektive der Pentax D FA-Baureihe vorgestellt, die mit einer Brennweite von 15 - 30 mm und von 28 - 105 mm speziell fĂŒr den Bildkreis des 35 mm Vollformats ausgelegt sind. Das Superweitwinkel-Zoomobjektiv HD Pentax-D FA 15-30mm F2.8 ED SDM WR. Die Blendenöffnung von F2,8 ist in allen Zoombereichen durchgĂ€ngig, die Blende lĂ€sst sich bis F22 schließen. Ab April ist dieses Objektiv fĂŒr 1.699 Euro erhĂ€ltlich.

HD PENTAX-D FA 15-30mm F2.8 ED SDM WR
VergrĂ¶ĂŸern HD PENTAX-D FA 15-30mm F2.8 ED SDM WR
© Pentax
HD PENTAX-D FA 28-105mm F3.5-5.6 ED DC WR
VergrĂ¶ĂŸern HD PENTAX-D FA 28-105mm F3.5-5.6 ED DC WR
© Pentax

Beim zweiten Objektiv handelt es sich um die HD PENTAX-D FA 28-105mm F3.5-5.6 ED DC WR., die ebenfalls ab April fĂŒr 599 Euro zu haben sein soll. Die offenste Blende betrĂ€gt hier im Weitwinkel (28 mm) F3.5 und im Tele (105 mm) F5.6.

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