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Per Drohne projiziertes Straßenschild verwirrt Auto

01.07.2019 | 16:55 Uhr | Michael Söldner

Das Assistenzsystem eines Renault ließ sich durch ein per Drohne projiziertes Verkehrsschild austricksen.

Wenn sich Autos mit Assistenzsystem im Verkehrsraum bewegen, sind sie auf die dortigen Verkehrsschilder angewiesen. Mit einem Experiment wollte der Doktorand Ben Nassi aus Israel das Assistenzsystem eines Autos mit einem per Drohne projizierten Verkehrsschild verwirren. Das an eine Hauswand geworfene Tempo-90-Schild wurde von einem vorbeifahrenden Renault Captur erkannt, das eigentlich auf dem Gelände der Uni geltende Tempo 30 wurde vom Auto mit der Begrenzung auf 90 Stundenkilometer ersetzt. Dies wurde auch im Display des Autos angezeigt.

Da das Auto den Fahrer nur über das aktuelle Tempolimit informiert, beschleunigte das Fahrzeug nicht eigenständig. Dennoch bleibt für die Forscher die Frage, wie ein autonom fahrendes Auto auf das Verkehrsschild reagiert hätte. Die Platzierung des gefälschten Verkehrsschilds war für das Team um Nassi recht einfach möglich. Es drängt sich die Frage auf, ob Verkehrszeichen künftig einen Authentifikationsmechanismus benötigen, um von gefälschten Straßenschildern unterschieden werden zu können. Ansonsten könnte ein derartiger Eingriff in den Straßenverkehr möglicherweise Unfälle verursachen, wenn autonome Autos von einem anderen Tempolimit ausgehen als tatsächlich für die betreffende Stelle vorgesehen.

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