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Petition gegen Apple-Patent für Infrarot-Blitze

22.07.2016 | 10:34 Uhr |

Wenn Infrarotblitze die Kamera des iPhone deaktivieren, hilft das dem Schutz des Rechts am eigenen Bild. Die Technik hat aber eine Kehrseite.

Nicht alle seine Patente lässt Apple in Produkte einfließen und meist dauert es einige Jahre, bis das überhaupt passiert. Doch nun fürchten Anwender, Apple könnte ein erst kürzlich veröffentlichtes Patent schon bald in das iPhone integrieren: die Deaktivierung der Kamera durch Infrarotblitze. Damit soll gewährleistet werden, dass etwa bei Konzerten oder im Theater niemand verbotenerweise mitfilmt. Auf der anderen Seite könnte man damit auf Demonstrationen auch die Dokumentation von Übergriffen verhindern. Organisationen wie die ACLU (American Civil Liberties Union) und die EFF (Electronic Frontier Foundation) haben ihre Bedenken über die Technologie geäußert. Auf Care2 ist nun auch die erste Petition gestartet, die Apple dazu auffordert, auf die Integration der Technik zu verzichten. Noch ist aber überhaupt noch nicht sicher, ob und wem Apple die Funktion anbieten möchte.

Anmerkung: Nicht nur kann die Technologie die Nutzer daran hindern, manche Geschehnisse mit der iPhone-Kamera zu filmen. Das Patent beschreibt im Grunde genommen eine neue Art der Datenübertragung per Infrarot-Signal. Denn damit die Kamera deaktiviert wird oder die Bereiche des Bildes geschwärzt werden oder ein Wasserzeichen darüber gelegt wird, sieht das Patent vor, dass das Infrarot-Signal verschlüsselte Daten über die Kamera an den angeschlossenen Prozessor übermittelt.

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