2416323

Phil Schiller im Interview: „A deadline is a good thing“

18.03.2019 | 13:56 Uhr | Stephan Wiesend

In einem Gespräch mit Accidental Tech Podcast erklärt Phil Schiller das Konzept der kommenden WWDC.

Apples WWDC ist eine sehr besondere Veranstaltung, die Apple jetzt schon seit 30 Jahren veranstaltet. In einem längeren Gespräch mit dem Podcast Accidental Tech erzählt der seltenen Interviews gebende Phil Schiller einige Details zu Apples Konzept und Besonderheiten der Keynote.

Während der jährlichen Konferenz treffen etwa 5000 Entwickler auf 1000 Apple-Entwickler, die während einer Woche zahlreiche Seminare abhalten – eine einzigartige Informationsquelle für Entwickler. Wie Phil Schiller im Gespräch mit den Podcastern Marco Arment, Casey Liss und John Siracusa betont, sind es besonders die Gesprächsmöglichkeiten, die einen besonderen Wert der Messe ausmachen – erhalten doch hier Entwickler die Möglichkeit für echte Gespräche von Entwickler zu Entwickler. Den jährlichen Termin sieht Apples Senior Vice President of Worldwide Marketing auch positiv: „A deadline is a great thing“. Allerdings sei durch die vielen Plattformen wie iOS, macOS und tvOS die Komplexität immer größer geworden.

Apple achte aber darauf, dass die Inhalte der Veranstaltungen möglichst frei zugänglich sind, dazu zählen neben schneller Veröffentlichung auch Untertitel in vielen Sprachen. Auch beim neuen App Store, für den Schiller verantwortlich ist, achte man darauf, „kleine“ Entwickler gegenüber den großen Firmen nicht zu benachteiligen, was Ressourcen, Richtlinien und Dienste betreffe.

Das neue Editorial-Team des App Store achte gerade auf kleine Entwickler und sorge für die Sichtbarkeit innovativer Apps. Eine große Rolle dafür würden aber auch die jährlichen Besten-Listen spielen, die viele Apps bekannt machen.

Eine Sonderstellung unter Apples Keynotes habe aber auch die Eröffnungsveranstaltung, da das Publikum ja nicht nur aus Pressevertretern und Angestellten, sondern auch Entwicklern bestehe – weshalb man hier etwas mehr in die Tiefe gehen würde. Noch mehr an Entwickler wäre aber schließlich die zusätzliche Veranstaltung „State of the Union“ gerichtet.

Auch zu seinen eigenen Erfahrungen bei Keynote kommt Phil Schiller zu Wort, so erzählt er einige Hintergründe zu seinem ersten berühmten Auftritt von 1999: Einem echten, nicht ungefährlichen Stunt. Denn heute noch wäre er nicht in der Lage, sich während einer Keynote auch nur ein einziges Mal hinzusetzen – selbst hinter der Bühne.

Macwelt Marktplatz

2416323