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Polizei warnt: Neue Porno-Erpressermails angeblich von Anonymous

07.06.2019 | 11:02 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Polizei warnt vor neuen Porno-Erpressermails. Die Erpressermails geben vor, vom Anonymous-Kollektiv zu stammen.

Die Polizei warnt vor neuen Porno-Erpressermails. Die Betr├╝ger geben vor, dass die Erpressermails vom Anonymous-Kollektiv versandt werden.

Die neue Erpressemailwelle begann am 6. Juni 2019 morgens. Seitdem erreichen die Polizei immer mehr Hinweise auf diese Betrugsmasche. Wie schon bei den ├Ąlteren Varianten der Porno-Erpressermails geben die Betr├╝ger vor, dass sie den Rechner des Empf├Ąngers gehackt h├Ątten; der entsprechende Betreff der Mails lautet "Ich habe Ihr Ger├Ąt unter [E-Mail-Adresse] gehackt und Sie haben jetzt ein Problem...". Als Absender der Mail ist eingetragen: "Đéđ▓đżđ╣ đ║đżĐłđ╝đ░ĐÇ" (kyrillisch f├╝r "Dein Alptraum / Albtraum").

Die Mails werden laut Polizei von uneinheitlichen und teilweise auch unlogischen Adressen versandt. Um den Hack glaubw├╝rdig erscheinen zu lassen, schreiben die Betr├╝ger im Mailtext, dass sie den PC des Empf├Ąngers unter Ausnutzung der Schwachstelle CVE-2018-10562 gekapert h├Ątten. Dadurch h├Ątten sie jetzt die volle Kontrolle ├╝ber den fremden Rechner und dessen Webcam erlangt und den Erpressten beim Anschauen von Pornovideos ertappt. Davon habe der Erpresser angeblich sogar vier Videos erstellt.

Der Erpresste soll nun 2000 Euro in Bitcoins bezahlen, damit der Erpresser den Fall vergesse, die Dateien entferne und die Malware von dem gekaperten PC wieder l├Âsche. F├╝r die als ÔÇ×SpendeÔÇť bezeichnete Bitcoin-Zahlung l├Ąsst der Erpresser seinem Opfer 72 Stunden Zeit. Andernfalls droht der Erpresser damit das ÔÇ×kompromittierende Material an den gesamten BekanntenkreisÔÇť zu versenden.

Auf Kyrilisch ist die Erpressermail folgenderma├čen unterschrieben:
ÔÇ×anonymous
Wir sind Anonymous. Wir sind viele.
Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht.
Erwarte(t) uns.ÔÇť

Die Polizei stellt dazu fest: Ein echter Bezug zu Anonymous (einem Zusammenschluss politischer Hacker-Aktivisten) sei derzeit nicht zu erkennen. Zu der erw├Ąhnten Schwachstelle CVE-2018-10561 sei au├čerdem anzumerken, dass diese lediglich Glasfaserrouter der Firma Dasan GPON betrifft.

Die gesamte Mail ist ein Bluff, die Polizei hat bisher keinen Hinweis daf├╝r, dass tats├Ąchlich im Rahmen dieser Erpressung ein PC gehackt wurde. Zahlen Sie als keinesfalls und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige.

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