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Privatsender kritisieren Online-Ausbau der Öffentlichen

14.08.2000 | 00:00 Uhr |

Die privaten Fernsehsender haben den Ausbau der
Online-Redaktionen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
kritisiert.

Die gebührenfinanzierten Anstalten ARD und ZDF hätten nicht das
Recht, mit «ihren prall gefüllten Gebührentaschen» gegen private
Anbieter im Internet anzutreten, sagte der RTL- Informationsdirektor
Hans Mahr dem Nachrichtenmagazin «Focus». Der SAT.1-Geschäftsführer
Jürgen Doetz forderte die Politik auf, den vor allem vom
Westdeutschen Rundfunk (WDR) und dem Südwestrundfunk (SWR)
vorangetriebenen Ausbau der Internetangebote zu «stoppen». Sonst
werde man Beschwerde bei der Europäischen Kommission einlegen, sagte
Doetz, der auch Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und
Telekommunikation (VPRT) ist.

Unterstützung erhalten die Privatsender laut Focus zum Teil aus
den Reihen der CDU. Der Sprecher der CDU-Landesregierung Sachsens,
Staatssekretär Michael Sagurna, sprach sich beispielsweise gegen
einen Einstieg der öffentlich-rechtlichen Sender in den
elektronischen Handel (E-Commerce) aus. Aus ARD und ZDF dürfe nicht
«eine Art AOL mit allem Drum und Dran» werden, sagt er dem Magazin.
dpa

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