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Prognose: Nach Ende von Windows 7 Massenmigration auf macOS

17.01.2020 | 10:48 Uhr | Thomas Hartmann

Jamf analysiert die Technologiebranche und sagt voraus, dass viele Unternehmen zunehmend zu macOS greifen werden.

Dean Hager ist der CEO von Jamf ,┬á nach eigenen Worten der weltweit f├╝hrende Softwareanbieter f├╝r Apple-Ger├Ątemanagement. Mit seinen L├Âsungen hat sich Jamf demnach darauf spezialisiert, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungsorganisationen die ÔÇŁApple ExperienceÔÇť zu bieten und┬á Apple-Ger├Ąte zu verwalten.

Zu seinen Ausf├╝hrungen geh├Ârt eine Betrachtung des nach seiner Ansicht gescheiterten Unified Endpoint Management (UEM) f├╝r ein plattform├╝bergreifendes Ger├Ąte-Management.

Apples IT-Sicherheit durch T2-Chip

Weiter lobt er die Verbesserung der IT-Sicherheit von macOS und Apple, was unter anderem am T2-Chip liege und der damit verbundenen verbesserten Sicherheitsebene, die mit jedem neuen Mac ausgeliefert werde.

Zudem w├╝rden laut einer aktuellen IDC-Umfrage┬á immer mehr Macbook-Unternehmenskunden erwarten, so dass der Gesamtbestand ihrer Apple-Laptops in den n├Ąchsten zwei Jahren w├Ąchst. Die Analyse von Internet-Seitenaufrufen ergebe, dass im September 2019 Apple-Betriebssysteme schon 21 Prozent des weltweiten Webverkehrs ausmachen, gegen├╝ber nur vier Prozent im Jahr 2009. Noch deutlicher zeigt sich das demnach in den USA: Im September 2019 machten die Apple-Betriebssysteme ├╝ber 40 Prozent des Webverkehrs aus, verglichen mit 33 Prozent f├╝r Windows und 21 Prozent f├╝r Android.

Von Windows 7 direkt auf macOS

Die spannendste Beurteilung f├Ąllt aber hinsichtlich seiner ├ťberzeugung einer ÔÇŁMassenmigration von Windows auf macOSÔÇŁ besonders in Unternehmen. Denn auch dort wurde bisher Windows 7 noch gern genutzt, laut Computerworld sind aktuell noch 417 Millionen Windows 7-Ger├Ąte in Betrieb, was bedeutet: Windows 7-Ger├Ąte machen fast 28 Prozent aller aktuell genutzten Windows-PCs aus. Am 14. Januar 2020 endete aber der offizielle Support, sodass keine regelm├Ą├čigen Sicherheitspatches mehr vom Microsoft-Konzern in Redmond ausgeliefert w├╝rden, obwohl es noch bis Januar 2023 erweiterte Sicherheitsupdates gibt, jedoch nur kostenpflichtig und eingeschr├Ąnkt.

Viele Unternehmen haben als Reaktion auf das Support-Ende ihre Windows-PCs reduziert und sind auf Macs umgestiegen. 2020 werden noch viele weitere folgen, ist Hager ├╝berzeugt. Beim Versicherungskonzern Aegon stieg nach seiner Auskunft die Zahl der Macs in den letzten beiden Jahren um 104 Prozent, da sich die Mitarbeitenden f├╝r die Migration auf macOS und nicht f├╝r ein Upgrade auf Windows 10 entschieden h├Ątten.

H├Ątten sie die Wahl, w├╝rden sich┬á 72 Prozent der Mitarbeitenden zwischen einem Mac und einem PC f├╝r die Apple-Ger├Ąte entscheiden. Hager meint, dass Unternehmen auf lange Sicht zwischen 243 und 543 Dollar pro Mac im Vergleich zu einem PC sparen k├Ânnten (das ist auch bekannt als TCO ÔÇô Total Cost of Ownership).

Unterst├╝tzt wird der CEO in seiner Vorhersage von einer IDC-Prognose: Laut einer aktuellen Studie erwarten IT-Entscheider in Unternehmen, dass 13 Prozent ihres aktuellen Windows 7-Bestandes durch Macbooks ersetzt werden.

Au├čerdem glaubt Hager, dass sich die Apple Watch technisch komplett vom iPhone l├Âsen werde, was unter anderem viele Vorteile f├╝r Krankenh├Ąuser und Arztpraxen sowie die medizinische Direktversorgung bedeuten k├Ânnte. Der ganze Artikel findet sich bei Schwartz Public Relations .

Hager hatte bereits Ende 2018 anl├Ąsslich des angek├╝ndigten Endes von Windows 7 das Jahr 2019 als ein "Jahr des Mac" prognostiziert.

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