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Qualcomm will M1 übertreffen - Apple-Mitarbeiter abgeworben

06.07.2021 | 16:15 Uhr |

Der US-amerikanische Hersteller Qualcomm will mit der Leistung seiner Chips endgültig zu Apple aufschließen – und diese sogar übertreffen. Dafür holt man sich Fachwissen direkt vom Konkurrenten.

Der Halbleiterhersteller Qualcomm mit Sitz in San Diego ist Android-Besitzern möglicherweise schon bekannt, denn das Unternehmen steht hinter den beliebten Snapdragon-Mobilprozessoren. Die gehören regelmäßig zu den leistungsfähigsten Recheneinheiten in Android-Smartphones, mit Apples A-Chips, bekannt aus dem iPhone und iPad, kann man aber nicht mithalten. Und Apple hat gerade erst begonnen, denn mit dem Umstieg auf eigene SoCs (Systeme auf einem Chip) des Mac-Ökosystems hat Apple den Fokus auf eigene Hardware noch weiter verstärkt. Qualcomm ist auch den iPhone-Nutzern kein unbekannter, hat sich doch die Firma aus San Diego einen epischen Gerichtsstreit mit Apple geliefert und letztendlich gesiegt .

Ex-Apple-Mitarbeiter über Umwege bei Qualcomm

Davon lässt sich Qualcomm aber offensichtlich nicht beeindrucken. CEO Christiano Amon ist sich im Gespräch mit Reuters sicher, dass man es mit Apples M1 Chip aufnehmen kann – und diesen sogar übertreffen könne. Das will Qualcomm aber nicht alleine schaffen, sondern holt sich Hilfe von ehemaligen Apple-Mitarbeitern.

Qualcomm arbeitet an M1-Konkurrenz

Anfang des Jahres kaufte Qualcomm das Unternehmen Nuvia für 1,4 Milliarden US-Dollar . Gegründet wurde Nuvia von drei ehemaligen hochrangigen Apple-Mitarbeitern, die sich auch schon im Rechtsstreit mit Apple befanden . Apple warf Ihnen vor, das Unternehmen noch während der Betriebszugehörigkeit mit Apple gegründet zu haben. Außerdem habe man Mitarbeiter von Apple abgeworben. Beides sei durch den Arbeitsvertrag der Mitarbeiter verboten gewesen.

Dass Apple sich zu rechtlichen Schritten genötigt sieht, legt nahe, dass die fachliche Kompetenz der Nuvia-Gründer durchaus ernst zu nehmen ist. Und diese Kompetenz hat sich Qualcomm durch die Übernahme von Nuvia einverleibt.

Einen Plan B hält sich Qualcomm-CEO Amon trotzdem offen: Sollten sich die eigenen Entwicklungen nicht als konkurrenzfähig erweisen, sei man durchaus bereit, CPU-Design direkt bei ARM zu erwerben.

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